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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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II. Vorarbeiten.

830 Meter langen, in 250 Meter Radius liegenden Kehrtunnels, tritt dort nur auf eine kurze Länge zu Tage, greift sofort in entgegenge­setzter Krümmung mittelst 250 Meter Radius und vermittelst eines 1250 Meter langen, dem ersteren Kehrtunnel entgegengesetzten Kehrtunnels in diese Lehne ein und kommt auf dieser selben Lehne, den ersten Kehrtunnel überschreitend, wieder zu Tage; die ganze Schleife misst nur 4000 Meter Länge.

7) Die dritte Schleife, oberhalb Campodolcino und vor dem Scheiteltunnel, ist 9000 Meter lang, entwickelt sich ebenso, wie die frühere Schleife mit zwei entgegengesetzten Kehrtunneln und einem dazwischenliegenden Lehnentunnel und überschreitet die obere offene Bahn wieder die Situation des unteren Kehrtunnels.

6) Ingenieur J. C. Zajíček

hat eine auf die Tracirung von Eisenbahnen Bezug habende Dar­stellungsmethode erdacht und dieselbe auf Plänen zur Ausstel­lung gebracht, welche auf die Linz- Budweiser Bahn Bezug haben.

Herr Zajíček vereinigt die horizontale und verticale Projec­tion einer Bahn, indem er die zur Achse parallelen Schichtenlinien der Böschungen mit der Höhe der Aufträge, respective der Tiefe der Einschnitte an den betreffenden Querprofilspunkten der Bahnlänge durchschneidet und die so gewonnenen Durchschnittspunkte unter einander verbindet, also mit einer Darstellung die Situation, den Charakter des Terrains, die Form und Länge der Auf- und Abträge, die Höhen und Tiefen derselben und die Schnitte der Bauwerke zu erkennen gibt.

§. 4. Normalien.

Der Fortschritt im Eisenbahnbaue hat zur Veröffentlichung der bei grossen Bahnen angewendeten Constructionen geführt, und haben diese Constructionen anderen Bahnverwaltungen später viel­fach zum Muster gedient.

Durch diese Hergabe und Hinnahme von Constructionen hat die Universalität im Eisenbahnbaue ausserordentlich gewonnen, und es haben in dieser Hinsicht die Normalpläne oder die soge­nannten Normalien einzelner Bahnen einen erheblichen Werth. Ein zweiter Grund der Erspriesslichkeit von Normalplänen liegt in