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III. Erd- und Felsarbeiten.
Friedrich Beyersmann in Währinghausen bei Hagen in Westphalen, dann von Weniger und Meditsch in Wien, ferner von Leopold Wimmer aus Raudegg in Niederösterreich und W. Sahlbom in Stockholm hinzuweisen.
Besonders werthvoll waren die Bohr- und Schiessgeräthe repräsentirt, und bot insbesondere die Firma Kottsieper in Oberhausen( Pavillon Mahler& Eschenbacher), dann die Ausstellung von Arnauld, sowie jene der Gesellschaft du Hasar( belgische Abtheilung) hervorragend Interessantes.
Der bekannte Fortschritt in dem Bohrgeräthe besteht zumeist darin, dass die Bohrmeissel ganz aus Stahl, neuestens die Stangen auch aus Bessemerstahl hergestellt werden und dass dem Beispiele der piemontesischen Bergleute folgend, die einmännischen Bohrfäustel in gebogener Form, verstählter Bahn und bis zu einem Gewichte von 9 Pfund hergestellt werden.
Hier muss
2. Transportgeräthe für Erdarbeiten.
a) die Ausstellung von M. Jakobson in Galizien( Hofraum der österreichischen Abtheilung) besonders hervorgehoben werden, wobei allerdings die Bemerkung nicht unterdrückt werden kann, dass die in Deutschland in Anwendung befindlichen Transportgeräthe ihrer Construction und Haltbarkeit nach beurtheilt, die in Oesterreich noch üblichen Geräthe weit überragen.
b) Der von der österreichischen Nordwestbahngesellschaft katalogisirte Transportwagen des BauunternehmersLink aus Leitmeritz, welches Geräth unter den Ingenieuren in Böhmen rühmlichst bekannt ist, konnte trotz vielfachen Suchens auf der Ausstellung nicht aufgefunden werden; die Seitens der österreichischen Nordwestbahndirection gegebenen Texte enthalten jedoch über diesen Wagen die folgenden, höchst interessanten Angaben.
Der von der Firma Link und Mayr benützte und von dem Ingenieur J. Link construirte Seitenkipper wiegt 10.14 Zollcentner, hat einen Rauminhalt von 1.33 Kubikmeter und kostet in seiner Anschaffung 88 fl. 36 kr. ö. W.
Der Wagen wurde bei verschiedenen Eisenbahnbauten durch 9 Jahre benützt und speciell durch 1980 Tage factisch gebraucht