Dokument 
Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
Entstehung
Seite
276
Einzelbild herunterladen

276

III. Erd- und Felsarbeiten.

4. Bremsberg am Hüttenberger Eisenberge.

Diese Anlage hat nur eine Trommel mit zwei konisch ge­stalteten Seilhälften; in der Mitte, also über dem Sattel, läuft ein eiserner Ring, an den die Bremsbacken greifen. Auf der einen Seite der gemeinsamen Trommel befindet sich ein Stirnrad mit doppeltem Vorgelege, durch welchen Mechanismus die Flügel der Windbremse bewegt werden.

5. Bremsberg aus dem Seegraben bei Leoben.

Der bekannte Gewerke H. R. Drasche v. Wartenberg brachte ein Modell eines Bremsberges mit selbstthätiger Rück­förderung der leeren Wagen zur Ausstellung.

6. Modell eines Bremsberges von Ignaz Schmued in Leoben. Dieses in 1/10 der natürlichen Grösse ausgeführte Modell diente für Züge von 3 bis 15 Grubenhunden à 10 Centner Last.

7. Seilbahn- Bremsberg zu Raibl.

Die Gewerkschaft Struggl's Erben des Blei- und Galmeyberg­baues zu Raibl brachte ihre durch die örtlichen Verhältnisse eigen­thümlich gestaltete, in bergmännischen Kreisen bekannte Brems­anlage durch ein Modell zur Anschauung.

Dasselbe zeigt ein durch die Luft gespanntes, durch Winden festgezogenes Fahrgeleise aus Drahtseilen; oberhalb der Spann­scheibe dieser Seile befindet sich in der Neigungsebene dieses Seil­geleises die Bremsscheibe; die voll hinab und leer hinauf gehenden Wagen hängen je an einem Seile, durch Vermittelung von Rädern, welche auf denselben laufen.

8. Seilriese von Frankhauser in Bern.

Diese bekannte Anordnung, welche durch eine Monographie ( Bern, 1872) ihre literarische Verbreitung fand, ist im kleinen Schlierenthale im Canton Unterwalden in der Schweiz durch den Forstmeister F. Frankhauser ausgeführt worden und war auf der Ausstellung Seitens der Forstverwaltung des Cantons Bern durch ein Modell und eine Monografie vertreten.