280
III. Erd- und Felsarbeiten.
99
Eine der interessantesten Seilbahnanlagen neuerer Zeit ist auch die im Jahrgange 1872 der Zeitschrift für Bergbau, Hütten- und Salinenwesen" durch Leuschner beschriebene Drahtseilbahn bei Eisleben. Dieselbe ist mit continuirlichem Betriebe eingerichtet, hat eine Länge von 1883 Meter, übersetzt einen Berg von 52 78 Meter Höhe mit Maximalsteigungen von 1: 9.7.
Sie hat inclusive der Dampfmaschine 94021/, Thaler gekostet, fördert mit 2.49 Meter pro Secunde Geschwindigkeit und soll contractmässig 2400 Centner Förderlast in 10 Stunden transportiren. Im Jahre 1872 waren nach dem Patente von Hodgson bereits 33 Seilbahnen erbaut, von denen die längste, nämlich die von Trubia in Spanien, 15 englische Meilen mass.
-
Das Gebiet der Seilbahnen war auf der Ausstellung mehrfach vertreten; wir wählen indess nur die folgenden Objecte hier zur Vorführung aus:
1. Seileisenbahn nach v. Dückers System.
Dieselbe war durch Zeichnungen vertreten, welche durch die auf Tafel der C enthaltenen Figuren wiedergegeben sind. Diese Figuren erklären drei verschiedene Hauptanordnungen zur Genüge.
2. Seilbahn von Weisshuhn.
Durch ein Modell brachte Herr Karl Weisshuhn aus Troppau eine Seilbahn zur Anschauung, welche für einen Schieferbruch bestimmt, mit continuirlichem Betriebe eingerichtet und durch die Figur 3 genügend verdeutlicht ist.
3. Seilbahn zu Eisleben.
( Ausgestellt im Pavillon für Landwirthschaft.)
Diese, bereits schon oben erwähnte Drahtseilbahn dient der Kupferschieferförderung vom Martinsschachte nach der v. Krug. Hütte der Mannsfeld'schen Gewerkschaft und war durch ein Modell zur Anschauung gebracht; in der schon citirten Beschreibung, welche Leuschner 1872 geliefert hat, wird auch der Seilbahn Wire- Tramway- Brighton gedacht, welche 5 englische Meilen lang