7. Transportsysteme.
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Unter die ersten praktischen Anwendungen von Seilbahnen sind jene zu zählen, welche v. Dücker 1871 zu Osterode am Harze ausführte, dann jene, welche um dieselbe Zeit( nach dem Systeme Hodgson) auf dem v. Horsky'schen Gute zu Kolin und ferner auf der fürstlich Schwarzenbergischen Torfstecherei im südlichen Böhmen angewendet wurden. 1107 119210
Wenn auch diese Seilbahnen bislang im Erdbaue unseres Wissens noch keine Verbreitung gefunden haben, so dürfte es doch ohne Zweifel sein, dass sie beim Vorfinden gewisser localer Verhältnisse auch im Eisenbahnbaue desshalb Eingang finden werden, weil die Billigkeit ihrer Anlage( 1 bis 2 Thaler pro laufenden Meter), ihre leichte und rasche Herstellung, ihre Fähigkeit Terrainhindernisse sehr günstig zu überwinden, und die damit verknüpfte maschinelle Transportgestaltung: Factoren von grosser Bedeutung sind.
Die ,, Deutsche Bauzeitung", welche diesen Gegenstand immer aufmerksam verfolgt und in der auch die schon früher erwähnte. Combination mit einem Excavateur zum Ausdrucke gelangte, liefert unter Anderm den Beweis, dass der Seilförderung in Ingenieurkreisen grosse Aufmerksamkeit zugewendet wird, eine Aufmerksamkeit, welche in dem Patente von Müller( ,, Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architekteneverines", 1872) einen neuen Belag findet.
Wir bemerken hier in Kürze noch, dass die Osteroder Seilbahn eine Länge von 1500 Fuss besitzt, dass dort der Fahrstrang aus einem Rundstabe von 1 Zoll Stärke besteht, welcher in Distanzen von 30 bis 140 Fuss unterstützt ist, dass das Geleise 20 Fuss Gefälle hat, die leeren Wagen mit einem separaten, dünnen Seile zurückgezogen werden, dass die Seilwagen Ladungen von 5 Centnern erhalten und dass mit diesem Apparate täglich 600 bis 800 Centner Gypsstein befördert werden. Die Linie zu Metz, welche v. Dücker 1872 aufstellte, ist doppelspurig, 200 Meter lang, hat 50 Meter Ansteigung und wurde mit continuirlichem Betriebe durch eine 10pferdekräftige Dampfmaschine versehen; es sind immer 26 bis 30 beladene Wagen à 5 Centner im Gange, und wurden im Maximum 5000 Centner pro Tag gefördert; inclusive der Maschine kostete diese ganze Anlage 20.000 Thaler.