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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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IV. Aussergewöhnliche Unterbauten.

fl.

kr.

1 Kubikmeter Faschinenwerk

4

50

1 Tonne Basalt- Ballast..

14

1 Tonne Massstein

1 Tonne Ziegelstein

15-30

7

1 Kubikmeter Eichenholz, roh bearbeitet

65

1 Kubikmeter Eichenholz, scharfkantig

100

1 Currentmeter Eichenrammpfähle, 3-5 Meter lang, nebst Einrammen...

3

50

1 Currentmeter Eichenpfähle, 5-10 Meter lang, nebst Rammlohn

7

100 Stück Birkenpflöcke nebst Einschlagen

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Während die Anlage des nördlichen Dammes bereits im Jahre 1863 begonnen wurde, fing man erst im Jahre 1866 die Durchgrabung des Hoek van Holland an.

Man begann diese Durchgrabung damit, dass ein Bett von 10 Meter Bodenbreite und 2 Meter Tiefe unter Niederwasser aus­gehoben wurde, welches Bett man später auf 3 Meter vertiefte.

Durch die nunmehr vorgenommene Absperrung des alten Bettes der Scheuer( Sperrdamm in Figur 1, Tafel 5) wirkte das Wasser, wie es beabsichtigt war, in dem neuen Canale derart ausgezeichnet, dass es einen sehr grossen Theil des Aushubes des Canalmateriales selbst besorgte.

Schon im Verlaufe der ersten zwei Jahre hatte der neue Wasserweg einen räumlichen Inhalt von 7,000.000 Kubikmetern, von welchem Quantum 2,000.000 Kubikmeter gegraben und ge­baggert und 5,000.000 Kubikmeter durch den Fluss selbst fort­geführt worden waren.

Diese Auswaschung ging nach der Absperrung des alten Flussbettes so rasch vor sich, dass Stellen, über welche man im Jahre 1870 noch trockenen Fusses gehen konnte, im December 1871 schon 6 Meter Wassertiefe besassen, und fand man zu dieser Zeit in der ganzen Coupirung bis 900 Meter über die Dünen nirgends weniger, als 3 Meter Tiefe unter Niederwasser.