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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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2. Dummherstellungen im Wasser.

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Dämme durch solche abwechselnde Lagen von Stein und von Senktafeln, festgehalten durch biegsame hölzerne Nägel, bis zum Niederwasser aufgebaut waren, erhielten sie ihren äusseren Schutz durch einen Steinwurf aus Basalt, welcher Steinwurf zugleich die Böschung bildete. Eine weitere Befestigung des Damm­materiales unter sich wurde durch eingerammtes Pilotenwerk er­zielt, welches zugleich den Eisenbahnoberbau gegen Senkungen und gegen die Springfluthen schützt, wie das Figuren 5, 6 und 7 näher verdeutlichen.

Die Köpfe der Dämme sind durch Pfahlreihen versichert, welche mit Steinen verworfen werden. Der Steinwurf besteht aus Blöcken von 10 bis 20 Centner Gewicht.

Der südliche Seedamm ist 1150 Meter lang, hat eine normale Kronenbreite von 5 Metern und eine Erweiterung am Kopfe von 10 Metern; dieser Kopf( vergleiche Figur 3 und 5 auf Blatt 5) ist durch eine zwei- bis dreifache Pfahlreihe geschützt, welche 3 Meter über Niederwasser emporragt. Auf diesem Plateau ist ein Licht­signal angebracht.

Der nördliche Damm hat eine Normalbreite von 9 Metern in der Höhe, von 1 Meter über dem mittleren Wasser.

Die Köpfe der Planken sind mit Zink beschlagen, während die Schoorpfähle zum Schutze gegen den Seewurm mit Wurm­nägeln beschlagen sind. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die ganze Dammanlage den heftigsten Stürmen wiederstand. Bei diesen Stürmen wurden der Winddruck auf 125 Kilogramm und der Wasserdruck auf 12.500 Kilogramm per Quadratmeter geschätzt und elementare Aeusserungen beobachtet, welche in der zeit­weiligen Fortspülung von 40 Centner schweren Steinen um viele Meter weit bestanden. Die Festigkeit solcher Faschinendämme bewährt sich besonders auf sandigem Seeboden, woselbst der Seesand in alle Hohlräume dringt und dort mörtelartig wirkt.

Es wird nicht uninteressant sein, einige Materialpreise kennen zu lernen, welche bei dieser Dammherstellung bezahlt

wurden.

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