3. Maschinenbohrung.
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einheit, noch eine viel zu grosse Quote der Generalanlage- und Amortisationskosten.
Von diesen Gesichtspunkten aus betrachtet, erscheint es nun für den Eisenbahningenieur, zumal derselbe auch dem Bohrmaschinenbetriebe in Einschnitten und Steinbrüchen sein Augenmerk zuzuwenden hat, als eine Forderung der Zeit, jene leider sparsamen Veröffentlichungen thunlichst zusammenzutragen, welche auf dem Gebiete der Erfahrungen in der Bohrmaschinenarbeit ziffermässig gegeben wurden, und der Zusammenhalt dieser Erfahrungen mit der vorstehend gegebenen schematischen Erläuterung der wesentlichsten Bohrmaschinensysteme wird dann hinreichen, das gesammte dermalige Erfahrungsmoment in dieser Disciplin ausnutzen
können.
zu
Nur müssen wir noch ausdrücklich hervorheben, dass bei einzelnen der hier folgenden Mittheilungen aus der Literatur niemals übersehen werden darf, wie die Maschinenbohrung noch jung, verhältnissmässig noch beschränkt, oft durch Concurrenzen einseitig und vielfach mit Geheimhaltung, selten mit Comparativversuchen gepaart, betrieben wird, und dass, dem Wesen der Gesteinsarbeit entsprechend, der Einfluss der Oertlichkeit und der Gesteinslocalität ein ungemein grosser ist.
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Wir geben die folgenden Erfahrungen aphoristisch und bedauern, die höchst interessanten, bisherigen Erfahrungen vom Bebenrother und Cochemer Tunnel hier nicht beifügen zu können, weil sie uns erst während der vorgeschrittenen Drucklegung dieser Arbeit zugegangen sind. Dessgleichen konnten aus derselben Ursache die vortrefflichen Daten über Maschinenbohrung von Carl Heberle ( Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1876) und jene aus dem officiellen Berichte pro IV. Quartal 1875 über den St. GotthardTunnel hier nicht mehr benützt werden.
1. Mont- Cenis- Tunnel.
Die Totalfortschritte, welche im Mont Cenis- Tunnel vermittelst der Bohrmaschinen erzielt wurden, sind in der folgenden Tabelle ersichtlich gemacht.