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V. Tunnelbau.
Fig. 59. sobot
T
Diese Anordnung lässt die Dimensionen eines Sohlenstollens von 25 Meter Höhe, 3.25 Meter unterer Lichtweite und 2's Meter oberer Lichtweite zu, schafft also einen äusserst geräumigen Stollen und damit das wichtigste Moment für die Billigkeit der Tunnelförderung; denn ein solcher Stollen gestattet die Anwendung der normalen Spur und dadurch den Gebrauch sehr grosser und zwar 3 Kubikmeter Inhalt messender Kippwagen, demnach also eine sehr billige Förderung, weil die Grösse des Fördergefässes in dieser Hinsicht Ausschlag gibt.
b) Eisernes Sparrenzimmer.
Der Querschnitt des Sparrenzimmers wird ebenfalls durch ein I Eisen gebildet, und zeigt der Querschnitt Figur 60 die Ansicht eines solchen Zimmers. An den Brechpunkten des Sparrenzimmers ist eine Verbindung angeordnet, welche durch die beifolgende Skizze Figur 61 verdeutlicht ist. In dieser Skizze bedeuten a die eisernen Träger, welche sich auf die Wandruthe 6 durch die Vermittelung eines eisernen Lagers c auflegen und dadurch festgehalten werden, dass dieses Lager ein hölzernes, abgeschrägtes und armirtes Futter d trägt, welches eine Verfestigung durch die Keile f zulässt.
e) Die eisernen Hilfsträger.
Die Anwendung dieser Träger umfasst das wichtigste Moment des ,, Menne'schen" Systemes. Man erzielt nämlich bei dem österreichischen Systeme einen grossen Vortheil dann, wenn man die Untergespärre weiter von einander stellen kann, als die Obergespärre, und drückt sich dieser Vortheil durch Vereinfachung und Erleichterung der ganzen bergmännischen Arbeit, durch Holzersparung und durch die Vergrösserung des Bauraumes aus. Nachdem man nun des Weiteren grosse Vortheile in druckhaftem Gebirge dadurch erreicht, dass man die Unterfangung der oberen Gespärre durch eingezogene Längshölzer erleichtert, auf denen diese Gespärre ruhen, so werden aus allen diesen Gründen im österreichischen