5. Armirte Zimmerung.
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Mit derlei Armirungen wurden jedoch selbstverständlich immer nur untergeordnete Zwecke erreicht, und muss es desshalb als ein wesentlicher Fortschritt in der Verbesserung der Holzbausysteme betrachtet werden, dass einige Tunnelingenieure, und unter ihnen besonders Menne, schon vor längerer und Könyves- Tóth in neuester Zeit bemüht sind, exacte Armirung der Zimmerung zu Zwecken der Erreichung einer grösseren Räumlichkeit, der Vereinfachung des Systemes, der Consolidirung der Verbindungen und zu dem Zwecke der Ersetzung ganzer Zimmerungstheile durch Eisen einzuführen.
Dieser wichtige Fortschritt auf dem Gebiete der Tunnelbaukunst war auf der Ausstellung durch die, in einem Modelle veranschaulichte, armirte österreichische Zimmerung:
System Menne,
( ausgestellt vom Erfinder, dem Bauinspector und Oberingenieur der Rheinischen Eisenbahngesellschaft zu Köln, in dem deutschen Pavillon, Gruppe XVIII) vertreten,
Das System„ Menne" gipfelt darin: die Kappen in den Stollen durch Eisen zu ersetzen; ferner das österreichische Sparrenzimmer ebenfalls in I Eisen auszuführen; ferner starke eiserne Hilfsträger anzuwenden, welche eine grössere Zahl von Gespärren in der oberen Profilhälfte tragen können, ohne dass alle diese Gespärre in derselben Ebene von der Sohle aus gestützt zu werden brauchen; des Weiteren darin, die Lehrbogen aus I Eisen zu gestalten; endlich darin, die Auswechslung durch Tunnelschrauben vorzunehmen.
Diese fünf Eigenthümlichkeiten des„ Menne'schen" Systemes lassen sich in Kürze folgend erläutern.
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a) Eiserne Stollen- Kappen:
Menne" geht von der richtigen Ansicht aus, dass die Kappen einen anderen Querschnitt als die Ulmhölzer benöthigen; er verlässt diejenige eiserne Stollenrüstung, welche ringsum gleichen Querschnitt aufweist, nimmt Grundsohle und Ständer aus Holz, armirt den oberen Theil der Ständer mit einem Ringe und legt eine eiserne Kappe auf, wie dies die Skizze Figur 59 verdeutlichet. Die Kappe ist, wie schon erwähnt, ein I Eisen von 300 Millimeter Höhe.
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