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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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V. Tunnelbau.

die Eisenrüstung rechtzeitig beschaffen zu können, manchem Unter­nehmer auch die Tragung der Kosten für den im Voraus für den ganzen Bau zu beschaffenden Apparat schwer fällt; endlich aber der Wiederverwendung durch die ungerechtfertigte Ungleichheit der Tunnelprofile Schranken gesetzt ist. Sobald aber grosse Eisenbahnkörperschaften, oder grosse Unternehmer die Tunnel­bauten werden verbilligern wollen, wird das System auch mehr Boden gewinnen, da seine Einfachheit der herrschende Gedanke ist und mittelst dieses Systemes die schwierigsten Bauten geradezu schab­lonisirt werden können.

VII. Capitel,

Eiserner, definitiver Ausbau.

Der eiserne Ausbau unterirdischer Räume, das heisst der definitive Ersatz der Zimmerung oder Mauerung durch eiserne Wandung, demnach jener Vorgang, wie ihn unter Anderen Barlow beim Themsetunnel in London und Ruppert bei einer Canalher­stellung in Wien ausgeführt, und wie ihn zu Zwecken grosser Tunnelbauten im druckhaften Gebirge der Oberbaurath Scheffler bereits im Jahre 1861 und der Professor Dr. Winkler für eine Wiener Tunnelbahn im Jahre 1873 projectirt haben, war auf der Ausstellung nur im Gebiete des Bergbaues vertreten, und waren diesfalls drei Objecte exponirt:

a) Preussische Bergwerks- und Hütten- Actiengesellschaft. Dieselbe stellte Tubbings( eiserne Schachtwandung nach englischem Systeme) aus.

b) Burbachachenhütte bei Saarbrücken.

Dieselbe brachte eine ihrer Eisensorten durch das Modell einer eisernen, runden Schachtverkleidung( Ringjoche) auf der Grube Maria bei Hoengen zur Anschauung.

c) K. k. österreichische Staatseisenbahngesellschaft.

Die Bergwerksdirection dieser Gesellschaft brachte von ihren Steierdorfer Werken im Banate einen definitiven Ausbau durch