12. Förderung, Ventilation und Wasserhaltung.
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Die Forçirung solcher langer Tunnel bedingt eine sehr starke, an verschiedenen Orten arbeitende Belegschaft und einen sehr bedeutenden Verbrauch von Sprengmaterial innerhalb kurzer Zeiten, also eine sehr kräftige Ventilation.
Die Zuführung der nöthigen frischen Luft kann nun bei langen Tunnelbauten, welche ohne Schächte herzustellen sind, in dreifacher Weise erzielt werden, nämlich:
a) durch die Ausströmung der comprimirten Luft bei eventueller Anwendung von Bohrmaschinen.
b) durch rasch niedergebrachte, tiefe Bohrlöcher vermittelst des schon geschilderten Diamantröhrenbohrers; und
c) durch eigene Ventilationsmaschinen, respective Wetteröfen.
Unter diesen Ventilationsmitteln genügt bekanntlich das erstgenannte allein nicht überall, das zweite ist nur unter dafür günstigen localen Verhältnissen zulässig, und muss desshalb bei sehr langen Tunnelbauten meist zur künstlichen Ventilation geschritten werden.
Es ist eine etwas auffällige Erscheinung, dass diese künstliche Ventilation von den Tunnelingenieuren in sehr vielen Fällen noch ausserordentlich unbeholfen angewendet wird, während doch die Bergbaukunst auf dem Gebiete der Ventilation ganzer und weit verzweigter, verschiedene Horizonte und sehr entlegene, nur winkelig zugängliche Betriebsorte besitzender Grubengebäude in den letzten Jahren geradezu grossartige, technische Errungenschaften feiert. Diese Errungenschaften sind umso höher anzuschlagen, als sie mit zu den erbabensten gehören, welche jemals auf dem Gebiete der Bergtechnik erzielt worden sind, und welche die Gasexplosionen energisch bekämpfen, also wider den Tod siegreich streiten!
Im Gegensatze zu diesen grossartigen Leistungen wenden nun in der Regel die Tunnelingenieure Ventilationsapparate an, welche viel zu wenig Luft zuführen, und müssen wir hier ganz energisch darauf hinweisen, dass auch der Tunnelingenieur sich diese grossartigen Ventilationserfahrungen umfänglich eigen zu machen habe.
Es gehört nicht hierher, über den Verbrauch von frischer Luft in einem Tunnelbaue eingehend zu sprechen, umsomehr als jeder einzelne Fall vermöge der localen Verhältnisse und der localen An