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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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1. Fundirungen.

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werden kann, und dass die Transmission b- a aus vorräthigen Rädern von verschiedenem Durchmesser gebildet werden kann; zu ersterem Zwecke dient die Hebevorrichtung mittelst des Krahnes v, der Welle m und der Seile 0' 0" 0"; zu letzterem Zwecke die Fest­keilung eines der drei vorhandenen Räder an die Welle b.

In wünschenswerthen Fällen kann das Wasserrad ganz aus dem Wasser gehoben werden, und ist noch zu bemerken, dass dies Rad, nachdem es mit den Seilen gehoben oder gesenkt wurde, durch eiserne Vorstecker festgehalten wird.

Dieser Apparat des Bauadjuncten Ramsauer wurde bei den Bauten der k. k. Salinenverwaltung in Ischl verwendet, und haben genaue Versuche dargethan, dass vermittelst desselben eine gleiche Leistung wie durch 8 Arbeitsleute erzielt wird.

2. Ramme( System Plocq& Jacquet) vom Hafen bei Gravelines. ( Französische Abtheilung. Ausstellung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten zu Paris.)

Die genannten Ingenieure, welche auch eine Mörtelmaschine vom Hafen zu Dünnkirchen( 6 Pferdekräfte, 8 Kubikmeter Mörtel pro Stunde, 0.781 Frc. Mengungskosten pro Kubikmeter) zur An­schauung gebracht hatten, haben sich um die Erbauung des Hafens von Gravelines und um die dortigen Rammarbeiten sehr verdient gemacht. Die Construction ihrer Rammen war durch ein sehr sauberes Modell zur Anschauung gebracht, welches theilweise durch die Figur 81( I- IV) hier wiedergegeben ist.

Der Rammklotz wird durch eine Kette ohne Ende gehoben und bewegt sich auf einer Schienenführung( I, IV); nachdem die verticalen Ketten ohne Ende über Kettenräder gespannt sind, so können mit einer und derselben Transmissionswelle zwei und mehr Rammen durch eine und dieselbe Maschine in Bewegung gesetzt werden.

In entsprechenden Distanzen ist die Kette c( III) mit vor­stehenden Bolzen n versehen, welche bestimmt sind, den Bär durch den Aufgang der Kette zu heben. Auf einer bestimmten Höhe ange­langt, befindet sich eine Auslösevorrichtung a, welche, wie I zeigt, an einem Rahmen R hängt, der mit einem Seile auf und nieder be­

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