Dokument 
Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen

42

Brückenbau.

Diese Pfeiler ruhen auf zwei Brunnen von 6'/ 1012', die in einem Abstande von 4 Fuss nebeneinander versenkt und durch ein Ge­wölbe verbrückt sind. Die gerade Länge der Pfeiler beträgt 19 Fuss; inclusive der zwei halbrurden Vorköpfe beträgt die Pfeiler­länge 23 Fuss; die Stärke der Pfeiler beträgt nur 4 Fuss. omo

Die Brunnenunterkante liegt circa 17 Fuss unter dem Terrain. Die Pfeiler auf dem Vorlande der Weser- Strombrücke koste­ten ebenfalls pro Stück etwa 300 Thaler weniger, als der Auschlag für die Spundwandfundirung ergeben hatte.

Es wurden pro Pfeiler immer zwei Brunnen gewählt, welche in einem Abstande von 7 Fuss untereinander ganz regelmässig bis zu einer Tiefe zwischen 20 bis 22 Fuss unter dem Terrain und bei den Widerlagern in rechtwinkeliger Brunnenform von 13/20 Fuss versenkt wurden.

Die Dossirung der äusseren Brunnenfläche betrug 1: 24; fünf Arbeiter, und zwar zwei an der indischen Schaufel, zwei an der Winde, einer an der Beseitigung des gebaggerten Materiales, hoben pro Tag 6 Kubikmeter aus; die tägliche Senkung wechselte zwischen 3 Zoll und 4 Fuss 42 Zoll; die Masse des ausgebagger­ten Materiales betrug das 12 bis 3fache des äusseren Raum­inhaltes des Brunnens.

3. Brücke über den Ijssel bei Westerwoort im Zuge der Niederländi­schen Rheineisenbahn- Gesellschaft.( Holländische Abtheilung.)

Die Fundirung dieser Brücke besteht darin, dass eiserne

Fig. 93.

Cylinder theils mit, theils ohne Süm­pfung versenkt, die gesümpften Cylin­der ringförmig ausgemauert und als­dann im letzten Hohltheile betonirt, der ungesümpfte, 8.54 Meter im Durch­messer haltende Drehpfeilercylinder aber nur ausbetonirt wurde.

Dieser letztere Cylinder erhielt ein Führungsgerüst, welches aus den Figuren 93 und 94 ersichtlich ist.