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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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D

Fig. 126.

B

C

F

D

d

5 dan. E

Brückenbau.

1

Oberhalb des Caissons war um den Einsteigschacht B ein ringför­miger Raum D₁ D angeordnet, wel­cher, wie es der Grundriss Figur 127 zeigt, in acht einzelne Kammern getheilt war.

Diese Kammern konnten be­liebig entweder mit comprimirter Luft oder mit Wasser gefüllt wer­den, wodurch man in die Lage ge­langte, den Caisson zu belasten, oder ihn zu erleichtern, also schwim­mend zu machen.

Die ringförmige Anordnung ein­zelner Kammern gestattete es auch, nur eine bestimmte Seite des Cais­sons zu belasten, so dass diese höchst einfache, aber sinnreiche Anordnung

eine stets senkrechte Lage des ganzen Apparates ermöglichte. Ausserdem wurde die beliebige Belastung und Entlastung noch dadurch unterstützt, dass sich oberhalb dieser im Ringe lagernden Zellen D noch ein oben offener Ringraum FF befand,

Fig. 127.

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welcher zur Aufnahme eiserner Gewichte diente. Die erwähnten Zellen hatten eine A Höhe von 6 Fuss und eine Tiefe von 32 Fuss.

N

Die Anordnung der Luftschleusse ist aus der Figur 128 im Schnitte ab und in der Daraufsicht ersichtlich gemacht; dieselbe besteht in der Bildung dreier Räume, und w zwar eines Einsteigraumes und zweier Mate­rialräume, aus denen Thüren sowohl in die

freie Luft, als auch in den Schacht B führten.

Die Förderung geschah vermittelst Kübel und Winden.

Alle horizontalen Thüren waren mit Gegengewichten g( ver­

gleiche Figur 128) versehen.