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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
Entstehung
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Fig. 128.

ab

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A

I. Fundirungen.

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Der ganze eiserne Senkungsapparat hing in 4 Ketten( a, b in Figur 126), welche oben an den Versenkungsschrauben befestigt waren.

Die ausserordentlich starke Brandung im Chri­stianshafen veranlasste jedoch bezüglich der voll­kommenen Senkrechtstellung der Apparate, welche zwischen eingerammten Gerüsten nur ihre allge­meine Stellung erhielten, noch eine besondere Justir­vorrichtung. Dieselbe bestand darin, dass an der Aussenwandung des eigentlichen Caissons in den vier Punkten n( vergleiche Figur 127) Ketten befestigt waren, welche schräg nach aufwärts gingen und oben an Flaschenzügen hingen.

Mittelst dieses Bollwerkes und der Justirvorrichtungen N konnte die senkrechte Stellung des ganzen Apparates behauptet werden.

Der ganze Glockenapparat wurde nun dazu benützt, um mittelst desselben durch das Wasser und in den Boden auf die gewünschte Tiefe einzudringen; in derselben angelangt, wurde nun unter dem Schutze der comprimirten Luft der volle Pfeiler succes­sive aufgemauert und in dem Maasse dieser Aufmauerung der eiserne Glockenapparat wieder gehoben, so dass mit der Fertigstellung des Pfeilers auch die ganze Umhüllungsglocke wiedergewonnen wurde.

Bei dieser Manipulation der Hebung des Glockenapparates wurde eine gewisse Dichtung zwischen dem Mauerwerke und der Eisenwandung vermittelst Segeltuch hergestellt.

Es ist selbstverständlich, dass das hier angewendete Fundi­rungsprincip nur bei einer geringen Einsenkung in das Terrain gebraucht werden kann, weil entgegengesetzten Falles die Reibung zwischen der Glocke und dem Terrain zu gross sein würde, als dass man sie in noch praktischer Weise beheben könnte.

Thatsächlich war die Fundirung der Knippelbrooer Brücke auch eine solche, dass sie bei einer Wassertiefe von 24 Fuss nur 512 Fuss tief in den Solthormskalk eindrang. Um dieses Ein­dringen sehr rasch zu bewerkstelligen, hieb man unter dem Schutze der comprimirten Luft vorerst entlang den Wänden des Caissons