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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Brückenbau.

die gewünschte Tiefe ringförmig aus und beseitigte erst schliesslich den Bodenkern.

Man erzielte dabei eine genaue Ansicht der geologischen Ver­hältnisse, welche auf der Ausstellung durch Detailprofile erkennt­lich gemacht waren.

Nach der Planumsherstellung für den ganzen Pfeiler wurde eine 3 Fuss starke Betonschicht, bestehend aus einem Theil Cement, zwei Theilen Sand und vier Theilen Schotter eingebracht und mit der Pfeileraufmauerung in der Weise begonnen, dass man einen Quader­ring mit tüchtigen Bindern anlegte und den Pfeilerkern aus Ziegeln herstellte; diese Art des Mauerwerkes reichte bis 3 Fuss unter Null­wasser in die Höhe, und von da ab war das Mauerwerk voll in Quadern construirt.

Bei dem Heben des Caissons spielten die Ringkammern D und ihr Deckenraum die eigentliche Rolle, indem ihre Entlastung, unterstützt durch die Einwirkung der comprimirten Luft auf die Decke der Glocke, den ganzen Senkungsapparat zum Schwimmen und jeweilig in dem gewünschten Maasse zum Auftriebe brachte.

Ueber den raschen Fortschritt der Arbeit gibt die folgende Tabelle eine Auskunft, welche von nicht geringem Interesse ist.

Cylinder- Nr.

Ausgrabung

der Funda­mente in Stunden

Betonirung

in Stunden

Aufmauerung

der Pfeiler

von 17 Schichten in Stunden

Gesammter Zeitaufwand

Aufenthalt bei der Arbeit in Stunden

in Stunden

I

171

16

204

II

166

22

226

III

138

15

200

IV

242

48

307

7234

17

408

27

441

39

392

16

613

1.854

Die hier geschilderte, höchst interessante Fundirungsarbeit gibt Veranlassung zu der Bemerkung, dass das Knippelbrooer System bei grossen Wassertiefen und Felsengrund desshalb sehr rathsam erscheint, weil unter solchen Verhältnissen weder Bagge­