III. Steinerne Brücken.
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vertreten, welche noch obenhin nur Lehrgerüste für grosse Brückenmodelle( additionelle Ausstellung) darstellen.
Figur 160 stellt die Gerüstung der soeben genannten Stephansbrücke in Tirol, Figur 161 ein Gerüst dar, welches ebenfalls für grosse Spannweiten berechnet ist, bei dem jedoch weder der Name des Bauwerkes, noch die Spannweite desselben zu eruiren war.
57. Die Baudeputation der Stadt Hamburg brachte zwei gewölbte Brücken zur Anschauung, welche von dem ChefIngenieur A. Mayer erbaut sind.
a) Die Kornhausbrücke. Dieselbe misst 16., Meter Spannweite und ist( Vergleiche Figur 85, pag. 21) aus Ziegeln gewölbt und mit schwedischem, röthlichen Granit verkleidet. Die Brücke hat in ihrem Grundrisse die Form eines TrapezoFig. 161.
ides von 15.2 Meter und 17.0; Meter, respective 17.65 Meter und 18.04 Meter Seitenlänge, wodurch die Aufgabe der schiefen Ueberwölbung entstand.
Die Brücke liegt 6.00 Meter über dem Terrain, misst am Scheitel O., Meter Gewölbestärke, welche Stärke sich auf 0.5 Meter in der Mitte des halben Bogens und auf 1.0 Meter im Kämpfer vergrössert. Die Widerlager sind conform der Mittellinie des Druckes abgerundet, messen auf ihrer abgeschrägten Basis 5., Meter Stärke und ruhen auf radial gestellten Piloten. Die Schichtenlage des Ziegelmauerwerkes ist in der Figur 85 angedeutet, und haben die Widerlager entlang ihrer Höhe etwa 12 Meter Breite horizontale Schichten, welche nach Aussen in radiale übergehen.
Das Lehrgerüst ruht ausser den Endstützen auf 2 Mitteljochen, welche Schrauben tragen, die die Justirung und Ausrüstung vermitteln.
Erbaut wurde die Brücke, wie schon früher erwähnt, im Jahre 1872.
b) Die Brooksbrücke. Auch diese Brücke wurde von dem Oberingenieur A. Mayer, und zwar 1869/70 in Hamburg aus