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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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Die Gesammtlänge der Strombrücke einschliesslich der Wider­lagspfeiler misst 433.84 Meter, die linksseitige Fluthbrücke 344.69 Meter, die rechtsseitige 157.57 Meter, wornach die ganze Bauwerks länge 936.10 Meter beträgt.

Das Schienengeleise liegt 19.01 Meter über Düsseldorfer Null, oder 10.36 Meter über dem Hochwasser von 1845.

Die Construction der Ueberbrückung der Stromöffnungen besteht aus drei verbundenen Bogenträgern, von denen der mittlere doppelt so tragfähig ist, als jeder der äusseren; diese Träger sind 3.14 Meter hoch und stehen in Distanzen von 4.08 Meter. Die Breite des mittleren Trägers misst 0.994 Meter, jene der äusseren 0.680 Meter. Die Zusammensetzung jedes Bogenträgers besteht aus parallelen Gurtungen, Verticalen und diagonalen Gitterstäben. Der Bogen selbst ruht auf Kämpfergelenken, welche aus cylindrischen Achsen bestehen, die auf gusseisernen, vom Pfeilermauerwerk um­schlossenen Platten lagern. Die Entfernung dieser Lagerachsen ent­spricht einer Spannweite von 98.8 Meter, bei 8.91 Meter Pfeilhöhe. Die verticale Stellung der Bogenträger ist durch Querverbindungen gesichert; die Bahnschwellen ruhen auf besonderen Langträgern, und die zu beiden Seiten der Brücke angebrachten Fussstege von 1. Meter Breite ruhen ausserhalb auf Consolen. Das gesammte Eisengewicht der vier Stromüberbrückungen wiegt:

an Schmiedeisen 2,493.500 Kilogramm,

an Gusseisen

148.400

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und wurde dieses Eisenwerk( inclusive der Aufstellung) durch die Gutehoffnungshütte" bei Sterkrade geliefert.

Die Aufstellung der Eisenconstruction war wie bei der Coblenzer Brücke projectirt. Die Bogenträger werden danach auf Zulagsstellen am linken Rheinufer und unterhalb der Brückenachse montirt und mit Ausschluss des Mittelstückes genietet. Jede Bogenhälfte gelangt auf einem Gerüste in den Strom, wird mit Hebekrahnen aufgerichtet, in verticaler Stellung auf zwei Schiffe gestellt und in die Oeffnung eingefahren. Die Mitte der Oeffnung und die Pfeilerflächen sind mit Gerüstungen versehen, auf welche nunmehr die sechs Bogenhälften gesetzt werden; sodann wird( nach dem Projecte) die Mittelrüstung vervollständiget und werden die Bogenhälften durch Schrauben­pressen auf die richtige Höhe gehoben, worauf der Einsatz der