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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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Staatsbahn und der Oesterreichischen Südbahn nennen, welch' letz­tere Normalien durch Etzel, Pressel und Thommen so berühmt und mustergiltig gestaltet wurden.

§. 2. Ausstellungsobjecte.

Die Wiener Weltausstellung brachte auf dem Gebiete der vollen Blechträger viele und zum Theile sehr interessante Objecte, aus denen wir nur die folgenden zur Besprechung wählen:

1. Blechträger der Oesterreichischen Nordwestbahn.

Die Normalien dieser Bahn schreiben für Stützweiten bis 12.0 Meter I- förmige Blechträger vor; jedes Geleise erhält in der Regel eine besondere Brücken construction, die nur aus zwei Trägern gebildet wird; kann die Fahrbahn oberhalb gelegt werden, so beträgt die Trägerdistanz 2.0 Meter; kleinere Brücken bis 6.0 Meter Weite erhalten eine Querverbindung, welche aus mehreren Winkeleisen in T oder Kreuzform zusammengelegt erscheint; Brücken über 6.0 Meter Weite erhalten eine Querverbindung durch zwei Traversen und ein Andreaskreuz; die Trägerhöhe beträgt in der Regel 10 der Spannweite; bis zu 6.0 Weite bestehen die Wind­kreuze aus Flacheisen, bis 10.0 Meter aus Winkeleisen; grössere Blechbrücken erhalten an der Ober- und Untergurte je ein Winkel kreuz, das obere aus Flacheisen, das untere aus Winkeleisen liegt die Bahn zwischen den Trägern, so werden nur Flacheisen in der unteren Gurtung angeordnet.

Nach der Verordnung des k. k. Handelsministeriums zu Wien vom 30. August 1870 wurden die Hauptträger mit 8 Kilo­gramm pro Quadratmillimeter, die Quer- und Längsträger mit 612 Kilogramm pro Quadratmillimeter berechnet.

Aus dem Dimensionenverzeichnisse der Barren- und der Blechbrücken der Oesterreichischen Nordwestbahn entnehmen wir die folgenden Daten: