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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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und zwei Oeffnungen à 69.4 Meter Lichtweite, Gesammtlänge 290.17 Meter).

14) 1868-1870, Staatsbahnbrücke über die Donau in Wien( Stadlau), erbaut von Ruppert und H. Schmidt, construirt zu Crenzot( vier Hauptöffnungen à 79.666 Meter und eine Hauptöffnung à 77-766 Meter Weite von Mitte zu Mitte Pfeiler, acht Seitenöffnungen à 36.289 Meter zu 36.925 Meter und eine Seitenöffnung zu 35.024 Meter Weite von Mitte zu Mitte Pfeiler).da

15) 1871-1876. Rudolph- oder Reichsstrassenbrücke zu Wien( vier Stromöffnungen à 79.97 Meter Lichtweite, 3.79 Meter Pfeilerstärke, linksseitig vier, rechtsseitig sechzehn gewölbte Oeff­nungen).

Ueberblickt man die bisher genannten Beispiele von grösseren Gitterwerksträgern, so lässt sich die technische Durchbildung der­selben kurz, wie folgt, zusammenfassen:

a) Durchbildung der Gurte.

Nachdem der Versuch der Verwendung von Schienen( Guben) vereinzelt geblieben war, wendete man gusseiserne Platten in der Obergurte( Altstaden) an und ging darauf zum Gebrauche des Schmiedeisens in beiden Gurten über; es folgte nunmehr die zellen­förmige Anordnung, entsprechend der Inanspruchnahme( Dirschau) und dieser die vollkommen ausgebildete, mehrfach combinirte Form der Gurtungen, wie solche durch horizontale und verticale Bleche in Verbindung mit Winkeleisen in der mannigfachsten Weise( z. B. Kinzig, Köln TT, Stadlau T u. s. w.) auftreten. Auch die Theorie griff bezüglich der Querschnittsvertheilung in der Gurte Platz und verfolgte ihre Zwecke theils durch zellenförmige Anord­nung, theils durch Vermehrung der Bleche, wie auch, entsprechend der Beanspruchung, durch die örtliche Lage dieser Verstärkungen. b) Durchbildung der Füllung.

Den Füllungen der Gitterwände aus gleich starken, flachen Stäben( Royal- Canal- Brücke, Kinzig) folgten jene aus ungleich starken, flachen Stäben, welche so dimensionirt und placirt wurden, dass die Wand überall möglichst gleichen Widerstand ergebe( z. B. Dirschau, Marienburg, Cöln, Kehl u. s. w.). Zur Vermehrung des Widerstandes der Wand, besonders angeregt in Folge der Ver­