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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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überhaupt in Theorie und Praxis verfeinerte. Speciell die Quer­träger betreffend, ist der hölzernen Querträger( Guben), dann der schon oben erwähnten Anwendung von Sprengwerken aus Schienen ( Kinzig), der gusseisernen, armirten Balken( Brücken der ersten preussischen Bahnen), ferner der Blechträger( Grizehna, Köln, Kehl, Sitter, Aar, Eipel, Gran u. s. w.) und endlich der Gitterträger( Altstaden, Dirschau, Marienburg u. s. w.) zu gedenken, wobei zu bemerken, dass der Blechträger heute die bei Querträgern übliche Form ist.

S. 2. Fachwerksträger.

Wir finden unseres Wissens in der deutschen Literatur eine der ersten theoretischen Auseinandersetzungen über die Fach­werke gerade in K. Culmann's vortrefflicher Arbeit über die ameri­kanischen Brücken und in diesem höchst interessanten, und schon früher citirten Aufsatze zugleich den Belag für die Thatsache, dass jene hölzernen, amerikanischen Brücken wohl als Ausgangspunkte für unsere heutigen Fachwerksbrücken zu betrachten sind. Die In­anspruchnahme, Stellung, Vertheilung und Gruppirung der die Ober­und Untergurte ausfachenden Streben sind immer das Resultat verschiedener theoretischer Betrachtungen, welche zwar zu indivi­duellen Formen oder sogenannten Systemen geführt, immer aber den gemeinsamen Zweck verfolgt haben, durch richtige Erkenntniss der wirkenden Kräfte bei gleicher Sicherheit die höchste Material­ersparung in dem Träger zu erzielen. Es ist also das Fachwerk eine weit feinere, praktische Verfolgung der Theorie, als das Gitter­werk, indem es die erkannten Kräfte in ganz präcise Bahnen lenkt und nur damit gegenüber dem Gitterwerke Material erspart.

Verfolgen wir in grossen Zügen die Entwickelung des Fach­werkbaues in Eisen, so haben wir vor Allem:

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1. des Systemes Neville zu gedenken, welches 1846 in Belgien eingeführt wurde. Mehrere Canäle und kleinere Flüsse wurden in der Charleroi- Erquelinesbahn, besonders aber die Sambre( 21.6 Meter Spannweite) mittelst dieses Systemes über­brückt. Obschon durch das Ergebniss amtlicher Durchbiegungs­versuche in Belgien nicht sehr beliebt, brach sich dieses System ( welches bekanntlich in der Anwendung gleichschenkliger, schmied­