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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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IV. Eiserne Brücken.

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Die Montirung erfolgte auf Gerüsten, wurde am 23. August 1871 begonnen und im Februar 1872 beendet; die durchschnitt­liche tägliche Leistung der Montirung betrug bei der Strombrücke 133 Centner, bei der Fluthbrücke 80 Centner; die Maximalleistung pro Tag 175 Centner.

Die mit zwölf Locomotiven durchgeführte Erprobung bei ruhiger Last ergab eine maximale Einsenkung von 50 Millimeter. Construirt ist die Brücke für eine Inanspruchnahme von 7.25 Kilogramm pro Quadratmillimeter.

Die lichte Höhe der Brücke über Nullwasser beträgt bei der Strombrücke circa 10.0 Meter, bei der Inundationsbrücke circa 5.0 Meter.

Die Fundirung der Brücke wurde schon früher( pag. 97) an­geführt.

macht.

Die Construction der Brücke ist auf Tafel X ersichtlich ge­

61. Thayaviaduct bei Znaim. Dieses interessante Bau­werk, welches in seiner generellen Ansicht auf Tafel VI ersichtlich gemacht ist, besteht aus einem continuirlichen Fachwerksträger, der, mit seiner obenliegenden Fahrbahn 48., Meter über Mittel­wasser situirt, über drei steinerne Pfeiler von circa 3.7 Meter Kopf­breite gestreckt ist und eine Brücke von vier Oeffnungen bildet, von denen zwei à 60., Meter und zwei à 50., Meter Stützweite be­sitzen. Die Hauptdimensionen der Träger wurden schon früher ge­nannt. Nicht ohne Interesse ist das Montirungsgerüste dieser Brücke, von dem sich eine Skizze auf Tafel VIII befindet.

Die gesammte Eisenconstruction wiegt 11.200 Centner, also pro laufenden Meter 2550 Kilogramm; die Kosten des ganzen Bauwerkes betragen( rund):

a) Montagegerüst

b) Mauerwerk

c) Eisenconstruction( 11.200 Zollcentner)

. 20.000 fl. ö. W.

440.000 99 160.000

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Summe 620.000 fl. ö. W.

oder pro laufenden Meter 2818.2 fl. österr. Währung.

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62. Elbebrücke bei Aussig. Die Gesammtanordnung dieses eingeleisigen, 1874 vollendeten Bauwerkes, welches oben