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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Brückenbau.

Grundgedanken von Mohniè, also mit Verticalen und mit Diagonalen, welche von beiden Seiten gegen die Mitte des Trägers zu geneigt sind und sich dort kreuzen; die Verticalen haben wie die Querträger 3.73 Meter Distanz. Diese von Hornbostel gewählte Construction ist also dieselbe, welche von ihm schon früher bei den grösseren Bauten der Kaiserin Elisabeth- Bahn, nämlich bei den Donaubrücken zu Mauthhausen und zu Steyeregg angewendet wurden.

Der Wichtigkeit dieser letzteren, eingeleisigen Objecte halber sollen deren Hauptdimensionen und Gewichte hier noch angegeben werden.

Beide Brücken sind gleich construirt, und hat eine jede fünf Stromöffnungen à 80., Meter Pfeilerachsenstand, 78.87 Meter theore­tische Stützweite, 79.66 Meter Trägerlänge, 8.06 Meter Trägerhöhe, 4.74 Achsenstand der Träger.

Die Mauthhausener Brücke hat drei Inundationsöffnungen auf der rechten Uferseite, à 30.95 Meter Achsenstand der Pfeiler, 30.03. Meter theoretische Stützweite, 30.66 Meter Trägerlänge und 3.11 Meter Trägerhöhe, sowie ebenfalls 4.74 Achsenstand der Träger; die Steyer­egger Brücke hat dagegen nur zwei Inundationsbrücken und ebenfalls auf dem rechten Ufer, welche Brücken jedoch 25.95 Meter und 26.82 Meter Achsenstand der Pfeiler besitzen; sämmtliche Fachwerks­überbrückungen beider Bauwerke sind Einzelträger; die Gesammt­länge des Eisenwerkes bei der Mauthhausener Brücke misst 493.12 Meter, jene der Steyeregger 452.77 Meter. Die Gewichte sind aus der weiter unten folgenden Tabelle ersichtlich.

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Was nun die Quaibrücke der hier als Ausstellungs­object in Rede stehenden Taborbrücke anbelangt, so enthält dieselbe acht Felder, welche vermittelst Blechträgern von 9.285 Meter theoretischer Stützweite überbrückt sind, die auf eisernen Pfeilern von 9.48 Achsenstand ruhen und Trägerlängen( über je zwei Oeffnungen) continuirlich von 18.78 Meter besitzen.

Diese Säulenpfeiler bestehen aus je zwei Tragsäulen, deren jede einen separaten Sockel besitzt, welche Sockelsteine auf einem ge­meinsamen Fundamente ruhen, das bis zum Nullwasser, in einzelnen Fällen 4 Fuss darunter reicht.

Die Säulen sind oben durch ein Fachwerk gekuppelt, tragen vier Längsträger und besitzen 10 Fuss 5 Zoll+ 6 Fuss 4 Zoll+10 Fuss