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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 2 / Bericht von Franz Rziha
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Brückenbau.

ind. Den gleichen Zweck, jedoch aus einem ganz anderen Grunde, verfolgten Hoffmann und Maderspach zu Nusskberg in Oester­reich- Ungarn. Diese Hüttenbesitzer hatten den Bau eiserner Bogen­brücken sicherlich mit sehr grosser Aufmerksamkeit verfolgt und wahrgenommen, dass die starre Einzwängung eines Bogens zwischen steinerne Widerlager ausserordentliche Nachtheile hatte, besonders auch den, dass die Widerlager sehr stark construirt werden müssen, also dadurch grosse Kosten entstehen. Als praktische Männer fassten sie daher den Gedanken: den Schub auf die Widerlager dadurch aufzuheben, dass sie die Bogenenden durch eine horizontale Zugkette verspannten. Dieser Gedanke wurde im Jahre 1833, also vorauseilend den theoretischen Erwägungen von Laves( 1834), bei der eisernen Brücke zu Lugos im Krassoer Comitate thatsäch­lich zur Ausführung gebracht.

Nach den Aufzeichnungen von Domitrowich wandten Hoff­mann und Maderspach bei dieser 60 Fuss langen, im Pfeile 9 Fuss hohen, 200 Centner schweren eisernen Brücke einen kastenförmi­gen Querschnitt in den Bogenträgern an, und ist dieses Bau­werk, wie wir Oesterreichischen Ingenieure es mit Stolz sagen dürfen, als der erste Bogense hnenträger, also eines Constructionsverfahrens zu verzeichnen, welches oft mit Un­recht einer anderen Nation zugeschrieben wird und welches in der ganzen Entwickelung des Baues eiserner Brücken eine so hervor­ragende Bedeutung erlangt hat.

mi Hoffmann und Maderspach erbauten einen zweiten, eisernen Bogensehnenträger in der Gichtbrücke der Hohöfen zu Russkitza, welches Bauwerk 114 Fuss lang war und nur 5 Fuss Pfeil besass. Das Hauptwerk von Hoffmann und Maderspach ist indess ihre im Jahre 1837 vollendete Czernabrücke bei Mehadia. Dieses Bau­werk erhielt eine Lichtweite von 127 Fuss 8 Zoll und wurde durch vier Bogensehnenträger von solcher Anordnung hergestellt, dass auf jeder Seite der 17 Fuss 3 Zoll breiten Fahrbahn zwei Tragwände von 4 Fuss 3 Zoll Achsenstand zu liegen kamen, zwischen welchen Wänden die Gehstege angebracht wurden. Die Träger erhielten eine Maximalhöhe von 15 Fuss, bestanden in der Obergurte aus 13zölligen 3/4 Zoll in den Wänden starken Röhren von je 2 Fuss Länge, in der Untergurte aus Spannketten, und in der Füllung aus Verticalen und