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Brückenbau.
Krementschug eine solche angewendet, indem er der Obergurte eine polygonale Ellipsenform gab. Die Spannweite dieser Brücke misst 33.8 Meter, die Gurten 457 Millimeter breit und-förmig; die Lichtweite der Hauptträger misst 4.877 Meter; das Gewicht beträgt 1620 Kilogramm pro laufenden Meter, wovon 1160 Kilogramm auf die Hauptträger und 460 Kilogramm auf die Fahrbahn entfallen.
6. System der Halbparabelträger.
Das sogenannte System der Halbparabelträger( gerade Untergekrümmte Obergurte, Enden vertical abgeschnitten) fand, obwohl wir Formanklänge schon bei den in den Dreissiger Jahren angewendeten eisernen Blechträgern im Lagerhause von Portsmouth( 41 Fuss 3 Zoll Länge, 2 Fuss in der Mitte 1 Fuss am Ende hoch), ferner auch bei den amerikanischen Holzbrücken, wie z. B. bei der von Culmann 1851 geschilderten Desplainbrücke bei Joliet( 49 Fuss Spannweite), des Weiteren bei den Fairbairn'schen, im October 1846 patentirten Trägern in der Blackburn- Boltenbahn, sowie bei den Liverpooler Landungsbrücken, endlich bei den Brunel'schen eisernen Balkenbrücken im Zuge der Süd- Wales- Bahn( nach Culmann) wahrnehmen: seine Anwendung im Grossen bekanntlich erst bei dem Baue der Kuilenburger Brücke( 1863 bis 1868). Diesem Werke folgten allsogleich jene bei Bommel und bei Moerdijk in Holland, von welchen Bauwerken, und zwar unterstützt durch die Bestrebungen der Einführung von Balkenbrücken mit gekrümmter Obergurte überhaupt, die seitdem stattfindende grössere Anwendung ausging.
Brücken dieser Construction sind unter Anderm:
1) 1863 bis 1868, Brücke über den Lek bei Kuilenburg. 2) 1863 bis 1868, Brücke über das Holländische Diep bei Moerdijk.
3) 1863 bis 1868, Brücke über die Waal bei Bommel. 4) 1864, Brücke über die Reuss bei Luzern, fünf Oeffnungen à 22.0 Meter.
5) 1865, Tauberbrücke bei Gerlachsheim, eine Oeffnung à 36.0 Meter und zwei Oeffnungen à 18.0 Meter.
6) 1865, Donaubrücke bei Scheer, vier Oeffnungen, zwei à 38.0 Meter und zwei à 19.0 Meter.