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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Fig. 235 a).

Oberbau.

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der weitaus grösseren Stabilität des Eisenbaues bei; und wie sehr die Zahl der Erfinder" so­genannter eiserner Oberbausysteme" im Wachsen begriffen ist, so möchte es uns doch scheinen, dass wir jenem grossen Ziele weit­aus näherrücken würden, wenn manche ,, Er­finder" eine Reproduction schon da­gewesener Ideen scheuen und sich da­für auf wahrhaft neue Ideen werfen würden. Auch muss als selbst­verständlich erkannt werden, dass dieses Ziel ohne ausgedehnte Versuche über factisch empfehlenswerthe, eiserne Geleisesysteme absolut unerreichbar ist.

Fig. 235 b).

Kehren wir nach dieser Ablenkung zur Betrachtung der geschichtlichen Ent­wickelung des eisernen Geleisebaues zurück, so sind besonders die folgenden Daten im Auge zu behalten.

Im Jahre 1844 wurde( ,, Eisenbahnzeitung" von Etzel und Klein, 1855) in Belgien eine Com­mission zu Versuchen über eiserne Schwellen niedergesetzt; 1846 haben Bessas, Lamegie und Henry Schienenstuhlplatten statt der Schwellen eingeführt, Platten, welche später( 1849)

P. Barlow über drei Schienenstühle ausdehnte.

Im Jahre 1847 trat Greave auf der Lancashire- Yorkshire- Eisen­bahn mit seinen Glocken( Calotten) auf, welche bekanntlich in Aegypten 1851, in Algier 1852 und seit 1862 ausgedehnt in Ost­indien angewendet werden. Ihm folgten 1860 Griffin mit seiner Erfin­dung der Variation der Einzelunterlagen", welche 1862 auf der Argentinischen und der Buenos- Ayres- Westbahn verwendet wurde, und Richardson 1867 mit seiner auf der London- Metropol- Rail­way versuchten Zellenplatten.

Diese drei Constructionen bilden das System der sogenannten Einzelunterlagen.

In dem zunächst auftretenden Systeme eines eisernen Ober­baues wurde die Idee verfolgt, die hölzernen Querschwellen durch eiserne zu ersetzen.