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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Oberbau.

Abnützung von 5 Millimeter noch immer eine Widerstandsfähig­keit zurücklässt, welche jene einer Eisenschiene von 37 Kilo­gramm übertrifft.

Das Bedingnissheft für die Lieferung der Stahlschienen schreibt vor, dass die in 1.1 Meter Entfernung gestützten Schienen einen Druck von 17 Tonnen durch 15 Minuten ohne bleibende Durchbiegung ertragen und einen Druck von 30 Tonnen ohne eine grössere Durchbiegung als 25 Millimeter 10 aushalten müssen.

Die Probe gegen den Stoss schreibt vor, dass sie bei 1.1 Meter Stützweite den Fall von 300 Kilogramm aus 2.25 Meter Höhe vertragen müssen, und dass

bei der successiven Höhe

des Niederfalles von 1.00-1.50-2.00-2.25 Meter, die Durchbiegung nicht

3.50-8.00

-

1.00 3.50

mehr als 8.00-20.00 Millimeter betragen darf. Bezüglich der Anordnung der Stösse ist die Neuerung eingeführt, dass sie zum Zwecke des ruhigeren Fahrens nicht auf einer Schwelle, sondern auf den zwei be­nachbarten Schwellen( schwebender Stoss) angewendet werden. d) Westbahnen. Diese Gesellschaft wendet Bessemer- und Martinsschienen an und besass am 31. December 1872 bereits 234 Kilometer Stahlgeleise. Die Schienen sind doppelköpfige und haben 38.75 Kilogramm Gewicht, also 1 Kilogramm mehr als die alten Eisenschienen, welche 37.75 Kilogramm wiegen. Die Schienen haben eine Länge von 6.0 Meter, ruhen in ge­gossenen Stühlen auf 8 Mittelschwellen. Die Entfernungen dieser Schwellen betragen 30, 70 und 80 Centimeter, wodurch die Anwendung des schwebenden Stosses erhellt.

Die Schienenstühle sind 15 Kilogramm schwer und haben 482 Quadratcentimeter Grundfläche.

e) Paris- Lyon- und Mittelmeerbahn. Im Jahre 1867 be­sassen diese Linien auf der Strecke Paris- Marseille bereits 860 Kilometer Stahlgeleise, und wurde dasselbe von 10.000 Trains jährlich befahren, welche eine Geschwindigkeit von 90 Kilometer für die Stunde hatten; mit 1. Jänner 1873