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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Oberbau,

sgian betrifft die Sicherung der Mutter durch eingeschobene Tab eiserne Stäbchen. Diese Versicherung wurde uns indess bereits

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1870 durch Professor Ludewig( Zeitschrift des Vereines deut­abscher Ingenieure") in dessen interessantem Aufsatze über Schraubensicherungen" vorgeführt und rührt von Bouchacourt her; die Muttern der Schrauben besitzen bei dieser Anordnung radial gestellte Nischen, in welche die Eisenstäbchen d, von Mutter zu Mutter correspondirend, eingeschoben werden. In der 16 Millimeter breiten und 85 Millimeter hohen Lasche ist eine halbrunde Nuth von 7 Millimeter Durchmesser eingeschnitten, in welche sich der obige Draht einlegt; vor dem Einstecken nedo wird der Draht gebogen, also verkürzt, dann gegen die beiden Mutternischen angepasst und schliesslich wieder gerade asiw geschlagen.

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c) Sicherung gegen Längsverschiebung der Schiene. Bekanntlich ruht ein vorzugsweise bei dem hölzernen Quer­schwellenoberbaue auftretender Mangel in der Längsver­schiebung der Schienen; derselbe ist, wie wir wissen, von Scheffler, Winkler, Couche und G. Meyer näher be­leuchtet worden, und wird neuestens sehr treffend als das Wandern der Schienen" bezeichnet. Man bemüht sich, wie dies schon die Verhandlungen des ,, Vereines der deutschen Eisenbahnverwaltungen" zeigen, vielfach, diesem Uebelstande slades Oberbaues entgegenzutreten, und war dieses Bestreben nado auch auf der Wiener Weltausstellung 1873 vertreten.

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Die französische Nordbahn brachte nämlich die Arreti­aux rungsvorrichtung ihrer breitbasigen Schienen nach dem Systeme von Lecreeq zur Anschauung.

ban tilotagg Dasselbe besteht darin, dass jede Schiene, jedoch nur an einem Ende, gegen das Verschieben durch Keile gesichert ist. Diese Keilchen sind 15 Millimeter breit, 6 Millimeter dick und 75 Millimeter hoch und haben Flügelschneiden; sie werden so tief in die Schwelle eingehauen, dass sie nur noch um das Maass der Fussstärke der breitbasigen Schiene empor­stehen; zur besseren Fixirung der Schiene ist der Fuss der­selben an den beiden Ecken des Schienenendes je 15 Millimeter breit ausgeklinkt. Fig. 247 verdeutlichet diese Vorrichtung zur