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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe XVIII, Section 2) : 3 / Bericht von Franz Rziha
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Fig. 259.

Oberbau.

deutlichet. Diese Klammern sind circa 6 Milli­meter stark, 22 Millimeter breit und 140 Milli­meter hoch; sie haben unten einen Klammer­haken, welcher gleich dem Nagel b in die Langschwelle eingehauen wird. Die obere Hälfte der Klammer fixirt vermöge ihrer Federung die Schiene, welch letztere ausser­dem durch den Nagel a gegen Seitenschwan­kungen geschützt, also gleichsam centrirt ist.

Die Klammern befinden sich auf der rechten und linken Seite der Schwelle nicht direct gegenüberstehend, sondern sind zur

Schonung der letzteren abwechselnd situirt.

Man kann nicht leugnen, dass diese Anordnung, über welche uns praktische Erfahrungen nicht bekannt sind, erhebliche Berück­sichtigung verdient, denn die Schlotterung stark befahrener Deck­schienen und die baldige Devastation des schon im Voraus ge­schwächten Schwellenkopfes durch die Nagelung sind Missstände, welche sich durch Kostspieligkeit der Unterhaltungen und Störungen kennzeichnen, die dringend eine Abänderung erheischen und durch Unterlagsplatten schwer erzielt werden.

23. Pflasterschienen von Ramsberger.

Dieser Patentinhaber schlägt eine Strassenpflasterung vermit­telst gusseiserner sechseckiger Zellen vor, die zinkenförmig inein­ander greifen und in der Zinkung noch weiters durch Bolzen verfestigt werden; dort, wohin die Geleise zu liegen kommen, haben die eisernen Pflastertheile eine rechtwinklige Gestalt und tragen die Zellenrippen die Fahrschienen theils durch Lagerung theils durch Bolzen. Es wird auf eine praktische, indess nur das Pflaster allein betreffende Erfahrung hingewiesen, indem in dem bekannten Etablissement von A. Ganz& Comp. in Ofen ein solches verwendet wurde; der Quadratmeter des Pflasters wiegt circa 175 Pfund, und hatte die ausgestellte Platte eine Darüberführung von rund 21 Millionen Centner erfahren.

Wenden wir uns wieder dem eigentlichen Locomotiv- Eisen­Oberbaue zu, so haben wir weiters noch die folgenden hauptsäch­