II. Die Fahrrichtungsanlagen.
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Leitung verfolgt in entgegengesetzter Richtung denselben Weg, wie der Zug und endet an dessem Fahrsignal. An letzterem, sowie an jeder von dem Zuge zu passirenden Weiche sind die Stellapparate eingeschaltet. bug
Die Uebertragung der Kraft vom Accumulator auf die Stellapparate geschieht durch Wasser,
Jede Leitung ist durch einen Schieber von dem Accumulator abgesperrt. Nach Oeffnen dieses Schiebers erfolgt die Stellung der Weichen und des Signals.
In dem Weichenstellapparat ist jede Leitung, also jeder Zug durch einen besonderen Mechanismus vertreten. Diese Mechanismen wirken gemeinschaftlich auf die Zugstange der Weiche und sind so eingerichtet, dass das Wasser seinen Weg nicht fortsetzen kann, wenn die Weichenzunge nicht vollständig anliegt.
Bei dem Signalapparate wird mit dem Signal gleichzeitig ein kleiner Accumulator gehoben, welcher nach der stattgefundenen Stellung des Signalflügels frei niedersinken kann. Dieser Accumulator übt einen grösseren, einheitlichen Druck aus, als der Hauptaccumulator. Das Wasser tritt jedoch in letzteren nicht zurück, weil ihm der Weg durch ein Ventil abgesperrt ist, sondern hebt einen dritten Accumulator, welcher am Centralpunkte in die Leitung eingeschaltet ist und dessen Druck auf die Flächeneinheit grösser, als der des Haupt-, kleiner als der des Signalaccumulators ist. An dem Aufsteigen des dritten Accumulators erkennt der Beamte, dass das Signal auf ,, Fahrbar" steht und das Geleise für den betreffenden Zug fertig gestellt ist.
Nachdem der Zug ein-, respective ausgefahren, wird die Leitung durch Umstellen des Schiebers mit der freien Luft in Verbindung gesetzt, worauf die Stellapparate durch Gewichte in ihren Ruhestand zurück sinken, das Signal sich wieder auf ,, Halt" stellt und die Weichen zur Bedienung von Hand aus frei werden.
3. Beschreibung der einzelnen Apparate.
a) Der Hauptaccumulator ist von gewöhnlicher bekannter Construction.
b) Centralapparat. Die Centralapparate der einzelnen Züge sind gleichartig nebeneinander angeordnet.