Kursbüchern der frühen 1850er Jahre zufolge dauert die Querung des Semmerings in Kutschen vier Stunden.
↩Der Gasthof "Zum Elefanten" am Murplatz (Südtirolerplatz) zählte bereits 1847 zu den bekanntesten Etablissementes der Stadt. Das Hotel Elefant erhält seinen Namen durch einen Elefanten, welcher im Oktober 1629 in jenem Hotel untergebracht wurden. Der Name “Zum schwarzen Elefant” kann bis 1668 belegt werden, jedoch wurde später seine Entstehungsgeschichte fantasievoll ausgeschmückt.
↩Regelmäßig verkehrende, für bis zu zehn Passagiere konzipierte Pferdekutsche mit geschlossenem Wagenkasten, der innen beidseits mit einer Längsbank versehen war. Der Ein-und Ausstieg erfolgte meist durch eine Hecktüre. „Omnibusse“ wurden an sich für lokale oder regionale Strecken eingesetzt, hier - auf der Strecke Cilli-Triest - aber für eine Tagesreise von immerhin 12,5 „Posten“ (= rd. 190 Kilometer). Die Reisenden waren die ganze Nacht unterwegs und passierten insgesamt 11 Orte bzw. Stationen, an denen die Pferde gewechselt wurden.
↩Luxuriöses Hotel - das Hotel de Metternich galt lange als eines der wichtigsten Hotels der Stadt Triest. Im Revolutionsjahr 1848 zerstörten Aufständige das Schild mit der Aufschrift Metternich, einem Verweis auf das Imperium, und das Hotel wurde in "Hotel de la Ville" umbenannt.
↩Vorurteil gegenüber Triestiner. Sie werden abwertend als "Krämer" (Händler) bezeichnet. Triest war im 19. Jahrhundert eine sehr bedeutende Hafenstadt der k.u.k. Monarchie und wichtiger Knotenpunkt des Levantehandels.
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Potyka vorstellte. Wir fuhren nach Gloggnitz nah-men uns einen Wagen über den Semmering1 und kam-men beiläufig um 1. Uhr in Mürzzuschlag an.In Mürzzuschlag speisten wir gut, waren recht lu-stig, und um 4 Uhr ging es dann mit der Eisen-bahn nach Gratz, wo wir beim Elefanten2 einkehrten.26.ter Von Gratz sah ich nicht viel doch scheint es mirnicht übel das Pflaster ausgenommen.- Um½ 8 Uhr früh führen wir von Gratz weg, und kam-men um 2. Uhr in Cilli an.- Hier erwartete unsam Bahnhoffe unser dritter Reisegefährte Mayer.So vereint speisten wir und fuhren dann mit ei-nen Omnibus3 der alle Station Pferde wechseltüber Laibach nach Triest.27.ten Wir fuhren die ganze Nacht, darum warsie auch nicht die angenehmste indem es sich im Wa-gen denn doch nicht ganz bequem schläft. Jetzt inder Früh sind wir in Sesana , von welchem Orteangefangen die Gegend sehr öde wird, denn derWeg zieht sich durch eine mit Kalkfelsen bewach-sene Haide.- Gegen 2. Uhr kammen wir amObschina , von welchen man Triest so göttlich vor
sich ausgebreitet sieht.- Ich war sehr gespannt aufden Anblick des Meeres , und ich muß gestehen erüberraschte mich.- Es war gerade Windstille unddas Meer spiegelglatt ganz besäet mit kleinenFischerschiffen und Gondeln.- In Triest stiegenwir im Hotel de Meternich4 ab.- Die Stadt
ist sehr schön und hat breite Strassen,- der Cor-po, der Platz wo die Börse das Tergesteumder Loyds& sich befindet ist die große Prome-nade für Triest's Schönheiten, deren es ziemlich vie-le besitzt. – Das Volk in Triest und überhauptdie männlichen Einwohner widerten mich jedoch an,indem ich diese Krämmer nicht leiden mag5.- Da
das Theater geschlossen war so konnten wir dasselbe leider nicht besuchen.- Unser Hotel ist ei-nes der schönsten das ich sah und mit welchen sichkein Wiener Gasthof messen kann.28.ten Nachdem wir hier unsere Wechsel gezogenhatten und uns unsere Gagen ausbezahlt waren,beschloßen wir eine Lustfahrt nach Muja zu ma-chen.- Muja ist ein Fischerdorf bey Triest,und soll unendlich alt sein, – was auch die Gebäude