Abschiedsworte an die Truppe, mit der er, ihr erster Reiter, 18 Monate eines an Kämpfen und Siegen, an Anstrengungen und Entbehrungen überreichen Feldlebens geteilt hatte, atmeten die Spannkraft, die den ältesten deutschen Kolonialoffizier niemals verlassen hatte; sie drangen allen zu Herzen. —
Eine schwere Zeit des Ausharrens begann nun im Süden, wo Major von Estorff, der seit Februar 1904 ohne Unterbrechung vor dem Feinde stand, den Befehl übernommen hatte. Mit Neuordnung der Etappeneinrichtungen und des Fuhrwesens, Füllung der Magazine und Heranziehen der Verstärkungen verstrichen die Wochen langsam genug für die Kampfbegier der Truppe, geradezu aufreibend für die an der Straße Ramansdrift—Warmbad lsos stehenden Abteilungen. Um so Heller leuchten aus diesem schwersten Abschnitt des Feldzuges s.,i. die Waffentaten der Abteilungen Lettow bei Duurdrift und Erckert-Degenkolb bei
WM
Abbabis.
Station an der Bahn Swakopmund—Okahandja.
i4./s. Norechab und die Leistungen unserer todesmutigen Patrouillen gegen den Feind. — Anfang Käm/f?in näherten sich im Vorrücken die zu der erneuten Offensive in die Oranjeberge bestimmten
den Oranje- Abteilungen Erckert, Hornhardt, Heuck und Siebert, letztere beiden unter dem Befehl des Majors Taeubler. Die Bondelzwarts wichen vor der über Wasserfall —Pelladrift fechtend vordringenden linken Kolonne Beyer der Abteilung Siebert nordwärts in das Gebirge; vor den über Homsdrift bei Kumkum angreifenden Abteilungen Erckert und Hornhardt gingen sie nach Norden und über den Oranje auseinander. Der Gegner war aus seinen Felsenschlupfwinkeln vertrieben, in denen er sein Lager solange unangreifbar gewähnt hatte; aber wie so oft diesem flüchtigen Feind gegenüber, war trotz außerordentlicher Leistungen ein entscheidender Schlag nicht geglückt. — Die Aufständischen wandten sich nach Osten, den Veldschoenbergen zu, und nachdem sie- dort wie am Oranje ihre Werften über die Grenze gebracht hatten, begann nun ein Flüchten und Verfolgen, das mit kurzen