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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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ergab sich Jsaak Wit- booi, der nur von einem Teil seines Stammes anerkannte Häuptlingserbe. Der Roten Nation und ihrem Kapitän Ma- nasse Noroseb be­reiteten die Gefechte des Oberleutnants von Madai bei Gu- buoms das Ende, und dem Copperstamm wurde durch die Ab­teilung Heyde bei Toasis vorerst die Lust benommen, sich aus der Kalahari hervorzuwagen. Im mittleren Namalande stand nur noch Cor­nelius im Felde. Er hatte sich Ende September in den Karrasbergen von Morenga ge­trennt, war raubend in das Bethanierland zurückgekehrt, von den verschiedensten Ab­teilungen verfolgt bald am Fischsluß, bald am Baiwege erschienen, schließlich in die Tiras- berge gezogen, von wo seine Bande bei Nunub, Haries und Kunjas stahl. Bei Namtob und bei Dochas mit Erfolg angegriffen, zog er über die Zwiebelhochebene vorbei an Chamasis, wo sich ein Teil seines Anhanges stellte, dann westwärts und im Bogen um Bethanien nach Süden, von den Abteilungen Buchholtz und Volkmann verfolgt, bei Heikoms von Hauptmann Volkmann eingeholt und zur Unterwerfung bewogen. Mit Cornelius verschwand als letzter der tatkräftigste und gefährlichste unserer Gegner im Nord- namaland. Der Rücken war frei zur Bekämpfung des kriegstüchtigsten aller Stämme des Schutzgebietes, der Bondelzwarts.

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Samuel Jsaak

David und seine Söhn- Mal

I. u.

5.,12

17./1L.

Cornelius

Unter­

werfung

1906 11. u. 19./1.

3./3.

1905

Die mit Morenga in den Karrasbergen geführten Verhandlungen hatten sich zer- schlagen, als dort Ende August der Bondelskapitän Johannes Christian erschien. Mitte ^»»d

September zogen die vereinigten Bondelzwarts aus dem Gebirge unter mehrfachen Überfällen südostwärts in die Oranjeberge. Oberstleutnant van Semmern folgte ihnen dorthin mit den Abteilungen Siebert und Koppy über Udalis in zwei Kolonnen. Im Marsch Oranje abwärts traf Abteilung Koppy östlich Hartebeestmund auf den Feind, gegen den sie in si-sto. ungünstiger Stellung bis zum Einbruch der Dunkelheit eines der schwersten und verlust­reichsten Gefechte des Feldzuges führte. Abteilung Siebert fand, über Umeis auf das Geschützfeuer vorgehend, ohne brauchbaren Führer das Gebirge nicht überschreitbar und gelangte nicht auf den Kampfplatz. Beide Abteilungen wurden nach Warmbad genommen und vorerst auf die Sicherung der Etappenstraße von Ramansdrift beschränkt. Es hatte sich gezeigt, daß es zur Niederwerfung dieses Gegners noch größerer Anstrengungen und dazu umfang- No». reicher Vorbereitungen bedurfte. Generalleutnant von Trotha kehrte nach Übergabe ^b-mahm- des Kommandos an Oberst Dame im November 1905 in die Heimat zurück. Seine Ob-nÜDam-