„Eben fiel an meiner Seite mein Nebenmann und Freund Sigl.-aber wir mutzte» vorwärts-!"
Revanche für den Überfall.
Dassiefontein, 2. Oktober 1906.
Am 1. Oktober 1906 traf in Wasserfall die Nachricht bei uns ein:
„Transport mit 20 Mann Bedeckung durch Johannes Christian mit Übermacht überfallen — liegt noch im Gefecht bei Dassiefontein!" Das lag zwischen Wasserfall und Kaimas am Oranjerivier.
Sofort wurden zwei Kompagnien unter Oberleutnant Christiani abgesandt. Auch die unsere war dabei, unter Oberleutnant Freiherrn von Fürstenberg. Die andere Kompagnie war die 9. Ersatzkompagnie. Schon in der Nähe von Wasserfall begegneten wir dem Transport, der starke Verluste gehabt hatte. Acht Mann waren tot und fünf verwundet — dazu sieben Pferde. Natürlich brannten wir darauf, unsere gefallenen Kameraden zu rächen, und weiter ging's dann, so rasch wir konnten, zum Kampfplätze. Wir suchten das Gefechtsfeld ab, fanden aber vorläufig nur ein paar Gewehre. Es war inzwischen Mittag geworden, als wir Posten und Seiten- deckungen aufgestellt hatten.
Um uns herum lagen, durch Schluchten getrennte, kleinere Höhen, dahinter größere Berge — in denen mußten die Kerle noch sitzen. Der Führer der 9. Kompagnie schickte nun eine Patrouille vor — zwei Eingeborene.
Aber kaum hatten sie die Schlucht betreten, da krachten auch schon die Schüsse von den überragenden Höhen. Einer wurde verwundet, der andere kam durch und brachte Meldung. Sofort „Schwärmen!" und die Schützenlinie bis an den Berg. Eine Spitze unter Gefreiten Wallner ging vorauf, ein Zug in die Flanke, um des Feindes Rücken zu gewinnen. Wir waren nur noch etwa 40 Gewehre. Die Spitze erreichte oben die Höhe, als auch mein Zug fast oben war.
Teutsche Reiter in Südwest.