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„Wir anderen bevbnchtete» das Beginnen der HiMcntutten."
ohrbetäubendes Geheul ansbrechen, keinen Laut von sich gaben. Wäre das eingetreten, wären wir sicher verloren gewesen. Die Tiere wurden eingesungen, gesattelt und von sechs Mann der Patrouille in Richtung Dewenischpütz zurückgeführt, während wir anderen das Beginnender Hottentotten beobachteten, wobei uns das Gelände, mit dichtem Buschwerk bewachsene Sanddünen, sehr znstatten kam. Die Bande zog gegen 2 Uhr morgens in östlicher Richtung auf die Grenze zu ab, ohne von unserer Gegenwart eine Ahnung zu haben. Da wir zu einem Angriff in der Zahl zu schwach waren, ritten wir nach Dewenischpütz (Signalstation) zurück und meldeten von hieraus heliographisch unsere Begegnung mit der Bande. Am 16. Mai vereinigten wir uns mit unserm Detachement, das auf unsere Meldung hin sofort nach Plattbeen aufgebrochen war, und rückten nach Kais, wo inzwischen Hauptmann Siebert mit der 3. Ersatzkompagnie eingetroffen war. Nun begann die Verfolgung der Bande. Unser Detachement bestand aus 3. Ersatzkompagnie, 11. Kompagnie 2. Feldregiments und zwei Gebirgsgeschützen der 9. Batterie, alles zusammen etwa 110 Gewehre und zwei Geschütze. Hauptmann Siebert übernahm die Führung. So zogen wir nun, immer die Spur der Hottentotten verfolgend, über Witpan, Klippdamm nach der Grenze. Am 19. Mai, morgens gegen 9 Uhr, meldete eine Patrouille dicht an der Grenze, bei der englischen Grenzpvlizeistation Bisseport, ein großes Hottentottenlager. Darauf gingen wir über Leukop vor. Etwa 1500 Meter südlich Lenkop liegt, inmitten von mit hohem Riedgras bewachsenen Sanddünen, eine Klippenhöhe, auf der sich unser erstes Geschütz postierte. Die beiden Kompagnien schwärmten aus und umgingen die Stellung der Hottentotten. 10,30 Uhr flog die erste Granate über unsere Köpfe hinweg: das Gefecht hatte begonnen. Die Eingeborenen setzten sich verzweifelt zur Wehr; es blieb ihnen nur die Möglichkeit, entweder unsere Linie zu durchbrechen, oder über die Grenze geworfen zu werden. Inzwischen zog sich, die Schützenlinie immer enger um die Hottentotten zusammen, die sich auf der höchsten Düne sehr vorteilhaft im Sande verschanzt hatten. Der Gegner war uns in allem
Deutsche Reiter In Südwest. t8