wurde gesattelt, und fort ging es in den Morgen hinaus. Sechs Reitstnnden war Okatjekuri entfernt, deshalb trabten wir, soviel es unsere mageren Gäule erlaubten, um vor Eintritt der großen Hitze am Ziele zu sein.
In Okowarumende beim Posten vom Feldwebel Tetzlaff labten wir uns an einem Kopse Kaffee, und weiter ging der Ritt.
Bisher hatten wir immer übersichtliches Gelände gehabt. 1^ Stunde hinter Okowarumende tauchte vor uns ziemlich dichter Busch auf. Ich war meinen beiden Begleitern um ungefähr 30 Schritt voraus und ritt gerade in den Busch hinein, als Einbeck rief: „Da stehen Kaffern!" Mit einem Ruck parierte ich mein Pferd, und da sah ich denn die Bescherung. Kaum 150 Meter vor uns an der Pad stand, von Büschen gedeckt, ein Trupp von ungefähr zehn bewaffneten Hereros. Dies waren aber nicht die einzigen. Links auf die gleiche Entfernung zeigten sich
„Kaum waren wir 200 Meter aeritten, als liniier einer lnirsnrinaenden Bnschecke uielirere Kaffern sichtbar wurden."
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am Buschrand auch vereinzelte Schützen. Die hatten uns aber wohl noch nicht bemerkt, während die an der Pad uns beobachteten. Das Los der Patrouille von Boden Hausen schien auch uns beschieden. Sonderbar war, daß die Hereros noch nicht schössen; anscheinend war ihnen unser Erscheinen überraschend gekommen.
Durchreiten mit müden Pferden konnten wir nicht, umkehren wollten wir nicht, also umbiegen. Es schien mir geboten, nicht mit ihnen anzubinden. Wir steckten die Gewehre in den Schuh und bogen nach rechts ab am Buschrand entlang, behielten aber diese Burschen, so gut es ging, im Auge.
Kaum waren wir 200 Meter geritten, als hinter einer vorspringenden Buschecke mehrere Kaffern sichtbar wurden. Ausbiegen ist nicht mehr möglich, also drauf! Im Moment sind wir dazwischen und haben sechs Männer und mehrere Weiber gefangen. Zum Widerstand hatten sie wohl keine Zeit gefunden.
Teutsche Reiter in Südlvest.
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