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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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tiefen Eindruck auf den Beschauer. Das Gelände, durch das uns unsere Marschroute führte, war mit dichtem, waldartigem, hohem Dornbusch bedeckt. Bei Owikokorero ist der Busch so dicht, daß mau nur kriechend den Weg verlassen kann, um sich durch den wirr durcheinander ge­wachsenen Dornbusch zu zwängen. Selbstredend war es hier den Hereros mit ihrer großen Überzahl leicht, die kleine Schar des Majors von Glasenapp am 13. März 1904 fast zu vernichten. Der Boden ist hier stellenweise so feucht, besonders in der Gegend von Owiumbo, daß es hier ohne künstliche Bewässerung möglich wäre, Ackerbau zu treiben. Bei den Nacht­märschen sahen wir auch unsere früher Hinausgesandten Kameraden mit den Signallampen arbeiten, die eine Verbindung des Owikokoreroberges mit dem Okongawaberg her­stellten. Mit Bewunderung sah ich, mit welcher Schnelligkeit die Morsezeichen gegeben und aufgenommen wurden. Man wird nach Feststellung durch die aufgehobenen Telegrammblocks

Station Khan.

staunen, wie leistungsfähig die Signalisten mit ihren Lampen und Heliographen sind. Durch meine fast dreijährige Erfahrung in diesem Dienst bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß das Signalsystem sogar für einen europäischen Krieg von ausschlaggebender Wichtigkeit ist.

IV.

Signalstation Otjosongombe.

Nach vierzehntägigem, beschwerlichem Fußmarsch wurde Otjosondu erreicht. Hier hörte ich auch die erste zuverlässige Nachricht über den Feind, er sollte sich weit nach Osten in das Sandfeld geflüchtet haben. Nach wenigen Rasttagen wurde ich mit noch drei Kame­raden und zwei Signalapparaten weiter nach dem Osten, zur Verstärkung zweier Signalstationen, gesandt. Der Marsch ging glatt vonstatten. Die Pferde, welche wir in Otjosondu erhielten, waren noch frisch und blieben es, bis wir unser Ziel, Otjosongombe, östlich Otjosondu, im