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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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II. Vorarbeiten.

Der bekannte bergmännische Erfahrungssatz, dass man die Festigkeit des zu gewinnenden Gesteines nach der Zahl und Tiefe der Löcher, welche ein Häuer binnen einer Schicht abzubohren vermag, taxirt, wurde hier in der Weise variirt, dass Gesteinspro­ben auf einer Drehbank durchbohrt wurden, und die Schnelligkeit der Durchbohrung zur Härtescala gemacht wurde.

Die folgende nicht uninteressante Tabelle verzeichnet die ge­wonnenen Resultate und die darauf basirten Schlüsse der leichte­ren Auffahrung( Gewinnungsarbeit) im Kalke.

Geologische Untersuchung der Arlberggesteine.

Formation

Gesteinsart

Bohrlänge Equivalent Equivalent in Millim. für 1 Meter für 1 Meter pro Minute

Quarz

Kalk

Partnachmergel

2.733

9.11

1.690

Trias..

Arlbergkalk

1.616

5.42

1.000

Dolomit

1.923

6.41

1.190

Verucanoschiefer

1.722

5.74

1.070

Verucano

Verucanosandstein

0.586

1.95

0.336

Verucanoquarzit

0.330

1.10

0.204

weisser Glimmer­

schiefer..

0.537

2.16

0.401

Krystallinische Formation.

dunkler Glimmer­

schiefer.

0.489

1.63

0.303

Quarzitbänke

0.298

1.00

0.184

So interessant und mühsam diese Arbeit indess auch ist, so muss vom Standpunkte der Tunnelbaukunst doch darauf hingewie­sen werden, dass die Wahl der Trace von der leichtesten Gewin­nungsarbeit nicht abhängt, weil dieselbe nur ein Factor aus jenen zahlreichen ist, welche zusammengesetzt die Kosten und den Zeitaufwand eines Tunnelbaues ergeben.

4. Geologischer Schnitt des Tunnels unter dem Canal la Manche-( Maschinenhalle.)

Bereits bekannt durch das Werk von Gammond und durch Tagesartikel.