3. Ausarbeitung der Projecte.
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Was nun die oben angedeutete, mathematische Formulirung des zu erwartenden Verkehres zum Zwecke der Erwägungen über die Bauwürdigkeit einer Linie, also die Prüfung der Verkehrsvarianten betrifft, so hat uns namentlich der Professor Launhardt zu Hannover eine geradezu classische Arbeit geliefert, welche in dem Ausschlusse der Wahl solcher Varianten, nach dem Gefühle" gipfelt und uns so recht die Vielseitigkeit dieser theoretischen Behandlung der Tracirung klarstellt. Aber auch die Aufstellung rein empirischer Formeln wird hier von aussergewöhnlichem Nutzen sein, denn die Angaben, welche diesfalls Michel für Frankreich und Campiglio für Italien machen, sind zu einladend, als dass sie isolirt bleiben werden; ja wir dürfen nach diesen Ermittelungen schon sagen, dass derlei Formulirung ein demnächst zu erwartender Fortschritt in unserem Fache sein wird. Bekanntlich basirt die von Michel aufgestellte Formel auf den Werthen, dass die Betriebskosten pro. Kilometer auf den Zweigbahnen zu 6000 Francs und 6.5 die Hälfte der ankommenden und der abgehenden Personen und 2.1 Tonnen die halbe Summe der ankommenden und abgehenden Güter pro Station und der auf diese Station gravitirenden Einwohnerzahl, immer pro anno gerechnet, ist.
In Frankreich werden die Grenzwerthe von 4 und 9 für den Personenverkehr, und von 1.0 bis 3.4 im Güterverkehre selten überschritten. Ebenso sind die Durchschnittserhebungen für Italien von Campiglio von Interesse, welcher den Mittelverkehr folgend angibt:
Ordnungs- Nr.
Wirthschaftlicher Charakter der Gegend
Verkehr pro Einwohner und pro
anno
Summe der ankommenden und abgehenden
Tonnen
Personen
Güter
72
1
In sehr gewerbreichen Gegenden
5.52
1.32
In verkehrsreichen und mittelmässig industriellen
Gegenden
3.30
0.70
3
In Gegenden mit Weinbau und getheiltem Grundbesitz
1.98
0.50
4 In Gegenden, wo nur Ackerbau getrieben wird und Grossgrundbesitz vorwaltend ist
1.44
0.40