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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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2. Dammherstellungen im Wasser.

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d) Wasserverhältnisse und neue Veränderung des Scheldeflusses.

Bezüglich der Wasserverhältnisse in der Schelde muss Folgen­des beachtet werden.

Die Fluthwelle, welche aus dem Atlantischen Ocean durch die Meerenge von Calais in die Nordsee tritt und entlang der zee­landischen Küste streicht, vermindert in diesem Gange ihre Höhe and verursacht eine Zeitverspätung des Hochwassers.

In der Mündung der dem Canale la Manche näheren Wester­schelde beträgt die Wasserspiegel differenz bei Neu- und Vollmond durchschnittlich 3.75 Meter, und steht die Fluth daselbst um 0.3 Meter höher, als in der Osterschelde, in welcher der Wechselstand zwischen Fluth und Ebbe bei Neu- und Vollmond durchschnittlich nur 3.15 Meter misst.

Die Fluth tritt in die Westerschelde eine Stunde früher, als in die Osterschelde ein.

Weil nun beide Flussarme von Bath bis zu ihrer Meeres­mündung ungefähr gleich lang sind, so war vor der gegenwärtig bestehenden Abdämmung bei Bath die Fluthströmung in die Wester­schelde auch eine Stunde früher in Bath, als jene durch die Oster­schelde kommende. Die Fluth durch die Westerschelde theilte sich in Bath, drang theils gegen Antwerpen, theils in die Osterschelde, und traf in dieser etwa 6500 Meter entfernt von Bath oder 24.000 Meter nördlich der heutigen Abdämmung mit der Fluth zu­sammen, welche unterdess in der Osterschelde heraufdrang.

Die Folge dieses Wogenspieles war die gemeinschaftliche Ueberfluthung der weit ausgedehnten Sandfläche zwischen Bergen­op- Zoom und Bath.

Am heftigsten war diese Ueberfluthung in den letzten drei Stun­den vor der Zeit des Hochwassers; ihre Strömungsgeschwindigkeit konnte dann wenigstens auf 1 Meter per Secunde geschätzt werden, wobei zu bemerken, dass das Gefälle zwischen Bath und Bergen­op- Zoom in der Osterschelde vor der Abdämmung 30 bis 50 Centi­meter betrug.

Der Abzug dieses Fluthwassers gestaltete sich nun folgend: