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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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Fig. 19.

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V. Tunnelbau.

Apparat setzt also, wie früher, den Bohrer während seines Spieles.

c) Vordringen des Bohrers.

Dieses Vordringen erfolgt, wie schon er­wähnt, automatisch. Wir bemerken in der Figur 18 vor dem soeben beschriebenen Arbeitscylinder, welcher den Bohrerkolben a enthält, einen anderen langen Cylinder, welcher der Vorschiebecylinder oder, nach Ferroux, Propulseur genannt werden kann. In diesem Vorschiebecylinder befindet sich eine hohle Kolbenstange o, an deren rückwär­tigem Ende der Vorschiebekolben P angebracht ist, welche vermittelst einer Stopfbüchse durch den vorderen Cylinderdeckel geht; und welche( die hohle Kolbenstange) an ihrem vordersten Ende durch Einschraubung den ganzen, oben beschriebenen Bohr­meisselmechanismus trägt. Schiebt sich also diese hohle Kolben­stange vor, so muss sich auch dieser Bohrmeisselmechanismus sammt dem Excenter e entlang dem Führungsbalken m, respective entlang der Rotationswelle w vorwärtsbewegen; schiebt sie sich ( die hohle Kolbenstange) rück­Fig. 20. lov wärts, so wird auch der ganze Bohrmeisselmechanismus in die Rückbewegung versetzt. Wir schalten hier ein, dass die Hohl­heit der Kolbenstange o vor­

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zugsweise den Zweck hat, dem Bohrmeisselmechanismus die zum Betriebe nöthige comprimirte Luft zuzuführen. Die vor dem Vor­schiebekolben Peintretende comprimirte Luft strebt also nicht nur dem Bohrmeisselmechanismus zu, sondern presst den Vorschiebe­kolben, also diesen Mechanismus immer nach vorwärts.

Seinen Halt in diesem Vorwärtsdrange findet aber dieser Vor­schiebekolben, also auch der Bohrmeisselmechanismus durch Gabel­zinken h( Figur 20), welche sich vor verticale Zähne stemmen, die an den Leitstangen m angebracht sind.

Soll nun das Vorwärtsschieben eintreten, so muss zuvor diese Versperrung ausgelöst werden, und findet dies in folgender Weise