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V. Tunnelbau.
kolbens a; die andere Partie dringt vermittelst eines im Querschnitte durch a- a'( Figur 26) gekennzeichneten Canales herab bis unter den Arbeitscylinder, nimmt dann durch einen Canal r ( Figur 25) entlang dem Arbeitscylinder ihren Weg nach dem vorderen Ende des Arbeitscylinders und drückt auf die vordere, um die Kolbenstange b verkleinerte Kolbenfläche. Der Arbeitskolben a ist also vor- und rückwärts mit gleich gespannter comprimirter Luft umgeben.
Wegen der Differenz der Kolbenflächen wird nun zunächst der Arbeitskolben vorgeschoben; mit dieser Bewegung wird der Canal i, welcher in den Steuercylinder führt, frei; der Steuerkolben d schiebt sich also ebenfalls( im Sinne der Wirkung der Bohrmaschine) nach vorne, nimmt seine rückwärtige Kolbenstange mit, setzt die Bohrung m ausser und dafür die Bohrung n in Wirksamkeit.
Hiermit entweicht also die comprimirte Luft durch n, nachdem sie ihre Wirkung durch den Vorschub des Arbeitskolbens vollzogen hat. Es gelangt nun die oben beschriebene andere Partie der comprimirten Luft zur Geltung; der Arbeitskolben a läuft zurück, öffnet dabei den Canal 1; die comprimirte Luft tritt nun in das vordere Ende des Steuercylinders ein, schiebt den Steuerkolben d und damit auch seine rückwärtige Kolbenstange zurück, wodurch die Bohrung n wieder ausser, dagegen die von m in Thätigkeit gelangt. Wir bemerken zu diesem Gange der comprimirten Luft nur noch, dass die rückwärts des Steuerkolbens d in den Steuercylinder in den Canal i eingetretene comprimirte Luft auch wieder durch denselben zurück in den Arbeitscylinder tritt und im Vereine mit der hier befindlichen comprimirten Luft durch die Bohrung n entweicht; die vorwärts des Steuerkolbens d durch 7 eingedrungene comprimirte Luft entweicht aber schliesslich durch k, weil/ durch den vordringenden Kolben a abgesperrt wird, um den durch r eingedrungenen Luftdruck auf die vordere Kolbenfläche a aufrecht erhalten zu können.
Man sieht auch, dass bei der Osterkamp'schen Maschine das ganze Arbeitsspiel vollständig abhängig ist von der präcisen Oeffnung und Schliessung der Canäle i und durch den Kolben a und dass die Variabilität des Hubes eng begrenzt ist.