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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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V. Tunnelbau.

ab; die drei Zeichnungen Figuren 28, 29 und 30 verdeutlichen diese Bohrmaschine schematisch.

a) Kolbensteuerung und Kolbenspiel.

Die Figur 28 stellt einen Generaldurchschnitt vor, und sind in der rechten Hälfte der Figur die zwei über einander situirten Cylinder, der Arbeits- und der Steuercylinder, sichtbar, während die linke Seite der Figur keinen Cylinder vorstellt, sondern nur durchgeschnittene Führungsbacken für die Zapfenlager darstellt.

Die comprimirte Luft tritt durch L in den Steuerungscylinder; in diesem bewegt sich statt eines Kolbens ein zweiter Cylinder zum Zwecke einer Hahnsteuerung, welche den abwechselnden Ein­tritt der comprimirten Luft vor und hinter den Arbeitskolben a ge­stattet. Die hiermit erkenntliche oscillirende Bewegung der Hahn­steuerung wird folgend erzielt: Die nach rückwärts verlängerte Kolbenstange df des Arbeitskolbens hat eine konische Verstär­kung e; wird diese Stange, respective diese Verstärkung hin- und hergeschoben, so bewegt sie zwei an der Stange k hernieder­hängende Pendel g und h, welche diese schwingende Bewegung der Hahnsteuerung zumitteln.

b) Setzen des Bohrers.

Die soeben erwähnte konische Verstärkung e der Kolben­stange f d vereint sich in einem gezahnten Kolben, und besitzen diese Zähne einen Querschnitt, wie die Zähne eines Sperrrades; auch sind sie nicht axial der Kolbenstange, sondern spiralförmig um diese Achse gestellt. Dadurch nun, dass dieses Kolbensperrad e auf einer ebenfalls entsprechend schief gerieften Platte m hin- und hergeschoben wird, und dadurch, dass diese Platte gefedert ist, sie also die Function von Sperrklinken übernimmt, wird der ge­zahnte Kolben e, also auch der Bohrer c gesetzt. Die Figur 29 ver­deutlicht ausser anderen Functionen der Maschine auch jene dieser Setzung, welche sich nur durch mehrfache Querschnitte näher ver­deutlichen lassen würde.