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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika ; nach persönlichen Berichten / bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe
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13./9.

29./S.

Hendriks

Tod

festnahm oder entwaffnete. So leistete sie auch im Karebrivier der Abteilung Erckert und gxi Narus der Abteilung Kamptz-Siebert zähen Widerstand und flüchtete nach dem Gefecht vom l7. Juni, das Hauptmann von Erckerts Eingreifen in Sieg verwandelte, wieder in den Nordostteil des Karrasgebirges. Von dort knüpfte Morenga Verhandlungen an, auf die Generalleutnant von Trotha hinhaltend einging, um inzwischen einen entscheidenden Schlag gegen die Nordnamastämme führen zu können.

Entweichung Denn vor den im April von den Auobtruppen unternommenen Vorstößen wie nach

Schworzrandden Gefechten bei Kowes waren Witboois und Copperleute stets in die Kalahari entwichen. Doch jetzt ließen verschiedene Nachrichten und Räubereien auf die Anwesenheit stärkerer feind­licher Kräfte im Schwarzrand und Zwiebelhochebene schließen. Noch ehe das sofort eingeleitete Heranziehen der Abteilungen Maercker, Meister, Eftorff, Lengerke und Koppy um die Hochfläche beendet war, entkam zwar Hendrik Witbooi selbst mit Anhang nach Osten. Doch bewirkte der Vormarsch von Osten, Südosten und Süden über die Hoch­ebene, daß sich die dort verbliebenen Banden nordwestwärts an den Rand der Namib zogen, wo sie durch die Abteilungen Maercker und Uthmann unter Major Meister bei Nubib

überraschend angegriffen und nachhaltig geschlagen wurden.

Hendrik war an den Auob entkommen; er zog von dort nach dem Gefecht mit Ab­teilung Moraht bei Aubes südwärts in die Gegend von Koes. Die Besetzung aller Wasserstellen im östlichen Nama- lande seitens der dem Major v o n Estorff unterstellten Truppen übte in der trockensten Zeit in­des ihre Wirkung. Weiber und Kinder der Witboois kamen halb verdurstet nach Kiriis; der Orlog wandte sich wieder nach Westen, überfiel bei Fahlgras einen Wagen der 3. Batterie, hatte aber sofort die Verfolger unter Oberleutnant Stage auf den Fersen. In dem sich ent­spinnenden Gefechte erhielt der alte Kapitän die tödliche Wunde. Er starb, den Friedenswunsch für sein Volk auf den Lippen. Der Mann, dessen Befehl genügt hatte, den Hottentottenaufstand zu entfesseln, war nicht mehr, und die Folgen zeigten sich schnell. Samuel Jsaak und Hans ^ ^ ^ Hendrik boten ihre Unter-

Samuel Maharero. ^ ^ ^

. >, ^ lwerfung an, Sebulon, Elras

einer der Führer und Organisatoren der Hereros, verwertete seine bei den Teutschen > 2 '

erworbenen Kenntnisse. Und Gvrub folgten; schließlich

29./10.