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Sieg an unsere Fahnen zu ketten, so hat sich doch in ^ ^ zs
dem l^/z stündigen schweren Kampfe gegen vielfache Überlegenheit in überraschendem Angriff und Helden- !! si
hafter Abwehr gezeigt, was deutsche Offiziere und ^
Soldaten zu leisten vermögen. Von den in den !
Kampf getretenen 11 Offizieren, 22 Mann waren 7 Offiziere, 19 Mann gefallen, der Rest größtenteils !
verwundet. Unter den ersten Gefallenen waren der ^ ff
Marine-Oberassistenzarzt Dr. Veiten vom Landungs- ! ^'
korps S. M. S. „Habicht" und der Oberleutnant z. S. s ^
Stempel sowie der altbewährte Afrikaner, Haupt- ; !
mann a. D. von Fran^ois. Das Ergebnis des Tages bedeutete die Tatsache, daß man sich den gesamten Hereromassen, welche am oberen Swakop saßen, gegenüber befand.
In einem Grabe vereint ruhen auf dem ! !
Kampfplätze: Oberleutnantz. S. Bernhard Stempel, ! ^
Oberleutnant Otto Eggers, Leutnant Albert l >
Bendix, Marine-Oberassistenzarzt Dr. Wilhelm Ü
Veiten, Tierarzt Josef Sepp, Feldwebel Karl fi>!
Bach, Bootsmannsmaat Friedrich Höltke, Ser- ! ^
geant Karl Bennewies.» Nicht fern davon, auf ! ^
einem andern Grabe, trägt der Denkstein die l ^
Namen des Hauptmanns a. D. von Fran^ois und des Leutnants der Reserve . : s
Thiesmeyer. I s;
Erwähnen möchte ich noch, daß mir der Augenblick unvergeßlich bleiben wird, als wir von unserer Gefechtsstellung unter dem Häuflein der noch Lebenden unsern Kommandeur j!
erblickten, und einer meiner Seesoldaten mir zurief: „Unser Major lebt!" Und welche aufrichtige Freude herrschte unter den Kameraden, als sie bei unserer Rückkehr ins Lager gegen !
11 Uhr abends unseren Führer, Herrn Major von Glasenapp, zu dem jeder Mann, ob j ^
Schutztruppler, Matrose oder Seesoldat, Offizier oder Mann, mit dem gleichen Vertrauen s:
und gleicher Verehrung emporblickte, unversehrt sahen. Gott hielt seine Hand über unsern s '
Führer; zwei Schüsse des Feindes streiften ihn nur am Kopf. Er blieb uns erhalten, und
Vizefeldmebel Witt.
^ .es.
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Skizze zum Gefecht von Owikvkoreru. 13. März 1904.