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antworteten wir; denn es war unser Bestreben, die Arbeit am Heliographen ungestört zu erhalten. Um 11 Uhr bekam ich einen Streifschuß am linken Oberarm, konnte aber meine Beobachtung fortsetzen, gleich darauf wurde Leutnant Freiherr von Reibnitz an der linken Hand verwundet. Die Sache war aufregend, nicht nur durch Gefahr, sondern auch durch die große Verantwortung. Dazu quälende Hitze in der sengenden Sonne zwischen den brennend heißen Felsen der Schlucht — und — na — der Durst! Ja — wer hätte an dem langen Tage nicht gewünscht, daß das Gefecht bald vorüber sei!?
Der Heliograph — immer in Tätigkeit — konnte von unten nicht gesehen werden, da er 100 Meter von der Felswand stand. So kam es, daß wir beim Sturm der Deutschen auf das Missionshaus, 5 Uhr nachmittags, plötzlich erhebliches Feuer bekamen. Unsere eigenen Granaten krachten in die Bergschlucht/ Es mußte etwas geschehen, um den Heliographendienst ausrecht erhalten zu können. Ohne Besinnen faßten Leutnant von Auer, Gefreiter Küchenmeister und ich — mit noch ein paar Kameraden — den Entschluß, durch den Kugelregen nach unten zu stürmen. Mit dem Rufe „Viktoria!" ging's die steilen Felswände hinab. Wir kamen unten an, waren gerettet. Bei der 0. Kompagnie traf ich meinen Freund, den Reiter Rad an. Wir tranken gemeinsam, auf dem Bauche liegend, aus einer Wasserpfütze und feierten Wiedersehen — dann ging's wieder zurück.
Johannes Mumm,
chem. Gefreiter der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika, z- Zt- Kiel.
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