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Eisenbahn-Unter- und Oberbau : (Gruppe 18, Section 2) ; Bericht : 1 / von Franz Rziha
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IV. Aussergewöhnliche Unterbauten.

und unter der Mitwirkung des Ingenieurs J. Kluit seit 1863 aus­geführt wird.

men In diesem Projecte ist die Correction des ganzen Fluss­gebietes der Nieuwmaas von Krimpen bis zur See, entlang dem Scheuerflusse mit einer Durchschneidung des Hoek van Holland enthalten.

Die Verbesserung der Fahrstrasse wird bewerkstelligt durch directe Canalisirung, durch Verlandungswerke und durch Eindei­chung, und enthält der Scheuerfluss in seiner Coupirung bei Krimpen eine Breite von 2250 Meter und bei Haardingen eine von 450 Meter, und an der Einmündung ins Meer eine solche von 900 Meter. sih Unterhalb Haardingen wurde mittelst einer Durchstechung des östlichen Theiles der Insel Rozenburg die alte Maas in den Scheuerfluss geleitet.

Durch die Einmündung dieses Wassers und jenes der Fluth wurde die Capacität des Wasserweges gehoben.

Es war selbstredend nöthig Vorsorge zu treffen, dass die Fluth nur allmälig in den neuen Wasserweg eindringe, und wurde derselbe desshalb nach dem Lande zu verengt; gleichzeitig war die da­durch nach aussen entstehende Verbreiterung zu dem Zwecke an­geordnet worden, um dem durch das Fluthwasser gestauten Fluss­wasser einen geeigneten Abfluss und der folgenden Stauung ein geräumiges Profil zu bieten.

Die Einmündung ins Meer ist durch zwei Seedämme( Molos) geschützt, deren Herstellungsweise unsere eigentliche diesfällige Betrachtung umfasst. Diese Dämme sind aus Faschinenlagen und Steinpackung( vergleiche Tafel 5, Figuren 4 bis 7) hergestellt; jede Faschinenlage( Versenktafel) misst wenigstens 600 Quadratmeter und besteht aus zusammengebundenen Partien, welche wiederum aus Faschinen von 0.5 Meter Dicke nach Art der Röste zusammen­geflochten sind. In die nach oben offenen Füllungen wird Stein­ballast gelegt. Die einzelnen Versenkstücke, deren Construction aus Figur 4 erhellt, werden vermittelst Tauen zu einer Senktafel vereinigt.

Das gleichmässige Versenken wird durch die gleichmässige Vertheilung des Ballastes bedingt, und werden gewöhnlich pro 1 Quadratmeter der Tafel 0.35 Tonnen Ballast gerechnet. Nachdem die