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Zweiter Theil
Entstehung
Seite
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will uns Europäern selbst in Egypten die Sitte nicht gefallen, Frauen mit Gelde zu erkaufen, weshalb dieses Mal die Heirath unterblieb.

Von dem Baron von Müller erhielt ich einige, aus Wien datirte Briefe. Die einfache Reise einiger Naturforscher nach dem Innern Afrika's sollte von nun an, nach seiner Anordnung, den prunkenden, pomphaften Titel führen:Dritte wissenschaft­liche Expedition des Freiherrn vr. I. W. von Müller nach Centra l-A frika." Warum er unsere zu unternehmende Reise einedritte wissenschaftliche Expedition" nannte, ist mir un­klar geblieben. Er versprach mir, viele Reisegefährten, lauter junge tüchtige Leute zu senden, und erbat sich von mir einen Kosten­anschlag, welchen ich später auch ablieferte. DieExpedition" schien großartig werden zu sollen. Ich zweifelte nicht daran, daß Baron Müller das schwierige Unternehmen auszuführen im Stande sei. Er hatte mir von seinem großen Vermögen erzählt und mir wiederholt versichert, daß er sich die Erforschung des Innern Afri­ka's zur Lebensaufgabe gestellt habe. Zu dem hatte ich seine Ent­schlüsse gedruckt vor mir liegen. In demBericht über einzelne erhebliche Momente seiner in den Jahren 1845 1849 unternom­menen wissenschaftlichen Reisen in Afrika von vr. I. W. Freiherrn von Müller (aus dem Aprilhefte des Jahrgangs 1849 der Si­tzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften besonders abgedruckt) heißt es:

In Unteregypten angelangt rüstete ich unter der Leitung mei­nes Secretairs, des Herrn Alfred Brehm, Sohn unseres be­rühmten Ornithologen, eine dritte wissenschaftliche Expe­dition aus, welche für den weißen Nil und zur Vorbereitung meiner eigenen nächsten Reise in der Art bestimmt ist, daß dieselbe nach zwei Monaten*) in Egypten, wo bereits alle ihre Mitglie­der vereinigt sind **) und nur die Ankunft der in Europa bereits

*) Diese waren freilich schon abgelaufen.

**) Bis dahin war »och keins dieser Mitglieder in Egypte» ein­getroffen.