und werfen nur mit den ägyptischen K önigen aller Dynastien herum, als wären es ihre Vettern.
Um io Uhr dampfte der „Rameses“, welcher grosse Flaggengalla angelegt hatte, von der Brücke Kasr en-Nil ab. Zuerst villenartige Gebäude und Gärten, der Blick auf Alt- Cairo, die Citadelle, die Mohammed Ali-Moschee mit ihren schlanken Minarets, das Mokatamgebirge. Immer mehr verschwindet all’ dies im blauen Dunste der Ferne. Wir erreichen Bedraschen. Der Dampfer legt an, man begibt sich ans Land in einen Menschen- und Eselknäuel. Obligates Geschrei. Jeder Eseltreiber will sich eines Reisenden bemächtigen. Alles sitzt auf: Alt und jung, Herren und Damen, und fort geht es im Galopp am Dorfe vorbei..Unzählige Kinder strecken ihre Hände aus und rufen lachend ihr „Bakschisch“. Sie glauben wohl selbst nicht, dass sie einen erhalten.
Bei einer verstümmelten Kolossalstatue Ramses II., die am Boden liegt, wird der erste Halt gemacht; sie wurde im Jahre 1820 gefunden und stand ursprünglich vor dem dem Ptah-Osiris, dem Hauptgotte von Memphis geweihten Tempel, dessen verschüttete Trümmerhaufen wir passirten.
AVeiter ging es nach Sakhara mit seiner Stufenpyramide, während die Pyramiden von Dahschur, unter diesen die Knickpyramide, so genannt, weil sie im gebrochenen Winkel gebaut ist, westlich bleiben. Nach einstündigem Ritte erreichen wir den Rand der Wüste; in tiefem Sande erklomm unsere Karavane, die langgezogen war, je nach der Schnelligkeit der Thiere und dem Bestreben der Reiter, vorwärts zu kommen oder gemächlich zu reiten, den kleinen Hügel, auf welchem die Alterthümer stehen.
Die Stufenpyramide links lassend, hielten wir zuerst vor Mariette’s Haus, welches dieser Schweizer Gelehrte während seiner Forschungen bewohnte.